Erstellt am: 28.06.2006
Letzte Änderung am: 12.07.2007
Die Angst vor dem allmählichen Verlust der Denkfähigkeit und Leistung des Gehirns nimmt mit fortschreitendem Alter zu. Der Gedanke an den eigenen Kontrollverlust durch Demenz oder Alzheimer beschäftigt vor allem ältere Menschen, darunter viele von Diabetes betroffene, welche ein erhöhtes Risiko für eine Demenzerkrankung aufweisen.
Dieser Furcht kann man allerdings offensiv entgegentreten. Mit dem so genannten Gehirn-Jogging können nicht nur Diabetiker die eigenen grauen Zellen trainieren und so dazu beitragen, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten oder sogar zu steigern.
Das Gehirn-Jogging, welches in Fachkreisen eigentlich die Bezeichnung Mentales Aktivierungstraining (kurz: MAT) trägt, darf dabei keinesfalls mit Gedächtnistraining verwechselt werden. Es handelt sich vielmehr um ein ganzheitliches Konzept mit speziell entwickelten Übungsaufgaben, welche die Hirnleistung gezielt anregen und die Nervenzellen aktivieren soll. Gerade Typ-2-Diabetiker, welche meist aufgrund von starkem Übergewicht häufiger von Demenzerkrankungen betroffen sind, sollten sich für das einfach durchzuführende Konzept des Gehirn-Jogging interessieren.
Konzept mit wissenschaftlicher Basis
Es gibt eine Reihe von Verfahren, die für sich in Anspruch nehmen, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Die wenigsten davon sind jedoch wissenschaftlich abgesichert. Beim Gehirn-Jogging sieht dies anders aus. Ende der 80er Jahre entwickelten Siegfried Lehr und Bernd Fischer aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse eine für jedermann anwendbare Systematik, in der sich Erkenntnisse der Informationstheorie, der Intelligenzpsychologie und der Gehirnforschung vereinigen. Hauptziel ist das Training der Grundgrößen der geistigen Leistungsfähigkeit.
Trainingsnotwendigkeit für Nervenzellen
Geistige Leistungen finden im Gehirn statt u
nd werden von Nervenzellen vollbracht. Wenn dieses nicht ausreichend aktiv oder gefordert wird, lässt deren Leistungsfähigkeit nach. Ohne Training kann der Mensch sein geistiges Potential bei weitem nicht ausschöpfen. Informationen können nicht mehr so schnell verarbeitet werden, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit gehen zurück und das Gedächtnis lässt nach.
Übungen im optimalen Aktivierungszustand
Um dies zu verhindern, werden beim Gehirn-Jogging besondere Übungsformen durchgeführt. Diese sind vielseitige und abwechslungsreiche Knobelaufgaben, die es zu lösen gilt. Zunächst einmal muss ein optimaler Aktivierungszustand des Gehirns erreicht werden. Ausgehend vom entspannten Zustand benötigt man eine Aktivierung, im angespannten, übernervösen Zustand eine Entspannung. Ist der optimale Zustand erreicht, können die speziellen Übungen durchgeführt werden. Durch nur einige Minuten Training am Tag ist bereits ein Erfolg festzustellen.
Verschiedenste Erfolgserlebnisse
Kontinuierliches Gehirn-Jogging kann schließlich zur Erhaltung der Hirnleistung eine Menge beitragen. Der Trainingserfolg zeigt sich in vielen Bereichen. So steigert das MAT die Konzentrationsfähigkeit, führt zu besserer Aufmerksamkeit und einem erhöhten Reaktionsvermögen, ermöglicht eine höhere Gedächtnisleistung und trägt zur Stressreduktion bei.
Autor: Carolin Bunge
Quelle:
www.gfg-online.de
www.wikipedia.de