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"Schulpflicht" für Diabetiker

"Schulpflicht" für Diabetiker

Mehr Eigeninitiative durch Schulungen "Auch mit Diabetes lässt es sich hervorragend leben!" Dieser Satz sollte zum Sprachgebrauch eines jeden Betroffenen gehören. Denn den Alltag mit Diabetes zu meistern, heißt nicht gleichzeitig, Lebensqualität einzubüßen. Doch dafür muss natürlich auch etwas geleistet werden: "Empowerment" ist gefordert, was soviel wie Selbstmanagement bedeutet. Hierbei handelt es sich um einen modernen Schulungsansatz, bei dem die Selbstverantwortung und der persönliche Lebensstil der Patienten im Vordergrund stehen.

Feste Regeln für eine gesunde Lebensweise gibt es nicht mehr, statt dessen hat man die Möglichkeit, sich an Leitlinien zu halten - in welcher Form diese dann umgesetzt werden, ist den Diabetikern selbst überlassen.
Die Vermittlung der Leitlinien findet in Schulungen statt. Experten stehen den Teilnehmern dabei mit Rat und Tat zur Seite. Größtenteils werden die zahlreich angebotenen Veranstaltungen von Krankenkassen, Vereinen, Krankenhäusern oder Ärzten betreut. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat aufgrund des großen Angebots ein Qualitätsmerkmal eingeführt, das bei der Entscheidungsfindung behilflich ist: Nur eine Schulung, die bestimmte Anforderungen erfüllt, erhält das Gütesiegel der DDG.

Teamwork
 
Das Resultat sind weniger Stoffwechselentgleisungen und Unterzuckerungen, bessere HbA1c-Werte und verminderte Folgeschäden, wie der Deutsche Diabetikerbund feststellte.
In Gruppen soll über mögliche Problemlösungen nachgedacht werden - die Festlegung von Behandlungszielen und das Erstellen eines Therapieplanes gehören ebenso zur Teamarbeit. Die neuen Strategien legen Wert darauf, das Erlernte nachhaltig in den Alltag einzubinden, anstatt an einem Unterricht teilzunehmen, bei dem lediglich passiv Fakten und Regeln, Informationen über Folgeerkrankungen sowie gesunde Ernährung vermittelt werden. Denn eine Therapie ist nur dann erfolgreich, wenn der Patient Eigenverantwortung übernimmt. Diese geht über das übliche Messen und Kontrollieren hinaus. Der Betroffene allein entscheidet, welche Lebensgewohnheiten wie verändert werden sollen.

Sport und gesunde Ernährung

Um den Stoffwechsel zu entlasten und Folgeerkrankungen, wie Schädigung der Nerven und des Herz-Kreislauf-Systems, vorzubeugen, ist regelmäßige körperliche Betätigung sehr wichtig. Einige Diabetiker betreiben sogar Leistungssport, sie haben gelernt, mit ihrem Körper umzugehen und ihn richtig einzuschätzen.
In Sachen Ernährung kann man ebenfalls viel unternehmen: Zum Beispiel wird in Kochkursen auf leicht verständliche Art und Weise vermittelt, wie man sich ausgewogen und gesund ernährt.
Ausreichende Motivation ist ebenfalls ein bedeutsamer Faktor - ohne sie nützen die besten Vorsätze kaum etwas. Sind wenig Ansporn oder Unterstützung vorhanden, sucht man sich am besten Gleichgesinnte. Diese findet man in Selbsthilfegruppen für Diabetiker, die es mittlerweile in den meisten größeren Orten gibt.

Letztendlich ist eine regelmäßige Fortbildung auch weiterhin sehr wichtig, da Forschung und Wissenschaft ständig neue Ergebnisse bieten - gut geschulten Diabetes-Patienten geht es einfach besser!


DIABETESGATE hat die größte Selbsthilfegruppendatenbank Deutschlands. Diese finden Sie hier: Selbsthilfegruppen

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