Erstellt am: 25.11.2005
Letzte Änderung am: 25.11.2005
Das ist durchaus als ein Zeichen zu werten, dass die Bevölkerung sensibler für Gesundheitsthemen wird und sich auch mit Krankheiten wie Diabetes auseinandersetzt. Besonders bei dem diesjährigen Motto "Füße zuerst - Amputationen verhindern" ist die Informationsbereitschaft der Menschen gefragt. Jährlich über eine Million Diabetes bedingte Amputationen weltweit, davon 31.000 allein in Deutschland - das sind Zahlen, die eindeutig zu hoch sind.
"Mich trifft es nicht"
Dabei ist die Gefahr, dass bei schlecht eingestellten Blutzuckerwerten Schäden an den Füßen auftreten können, bekannt. Standl warnte im Gespräch mit DIABETESGATE jedoch vor der Einstellung, dass es einen persönlich schon nicht treffe. Genau hier sei der Punkt, an dem der Weltdiabetestag ansetze: Jeder soll Verantwortung für sich und seine Füße übernehmen. Schon durch einfache, tägliche Kontrollen können erste Anzeichen früh erkannt und schwerwiegenden Folgen vorgebeugt werden.
Denn wer bereits von einer Nervenschädigung betroffen ist, spürt Verletzungen meist nicht mehr. Doch hier lauert die Gefahr: Was nicht weh tut, wird kaum beachtet. So können sich Läsionen unbehandelt entzünden und sogar bis zur Amputation führen.
Fußcheck in München
Um vor allem Betroffene für diese Thematik zu sensibilisieren, waren auf der bundesweiten Hauptveranstaltung zum Weltdiabetestag in München zahlreiche Informationsstände aber auch ein Fuß- sowie ein Apothekenparcours aufgebaut, an denen sich alle Interessierten entsprechend untersuchen und beraten lassen konnten.
Die Resonanz war überwältigend. Der Sitzungssaal, in dem Experten Vorträge hielten, musste meist wegen Überfüllung geschlossen werden.
Prof. Standl war am Ende des Tages mehr als zufrieden mit der Veranstaltung. Dank der Arbeit zahlreicher Helfer wurde dieser Weltdiabetestag in München ein voller Erfolg. So mancher konnte informiert und aufgeklärt werden, vielleicht hat sich auch die eine oder andere Amputation verhindern lassen.
Autor: Ramona Völkl
Quelle: www.diabetes-union.de