07.09.2010
Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes (GDM) wird in Deutschland zu spät erkannt und nicht intensiv genug betreut. Zu diesem Ergebnis kommt das kürzlich veröffentlichte Projekt „GestDiab“ des Bundes der diabetologischen Schwerpunktpraxen Nordrhein (BdSN). Die Zahlen der Untersuchung belegen, dass bei immer mehr Frauen während der Schwangerschaft Diabetes diagnostiziert wird. Dies liege vor allem daran, dass immer mehr werdende Mütter übergewichtig oder sogar adipös sind – die Hauptrisikofaktoren für einen GDM. Insgesamt 4,4 Prozent aller Frauen, die 2008 ein Kind zur Welt brachten, hatten einen Diabetes mellitus. Bei den meisten, 3,4 Prozent, wurde die Diagnose während der Schwangerschaft gestellt. Unerkannt und unbehandelt sind die Folgen des Gestationsdiabetes hoch: Ein größeres Risiko für Fehlgeburten, zu hohes Geburtsgewicht, häufige Geburtskomplikationen mit Verletzungen des Neugeborenen und bleibende Stoffwechselstörungen bei den Müttern gehören dazu. diabetesDE und Experten der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) fordern deshalb die Früherkennung durch Blutzuckertests in die Mutterschaftsrichtlinien aufzunehmen.
Quelle:
PM von http://www.diabetesde.org