27.08.2010
Hohe Blutzuckerwerte schwächen die Abwehrkräfte, weshalb chronisch Kranke häufiger als Gesunde an grippalen Infekten erkranken. Eine Grippe verläuft bei den Betroffenen oft auch schwerer und länger. Bereits Schnupfen und leichtes Fieber können bei bestehendem Diabetes schnell zu einer Achterbahnfahrt der Zuckerwerte führen. Eine erhöhte Körpertemperatur lässt zudem den Insulinbedarf rasch steigen. Die übliche Dosis reicht dann oft nicht mehr aus, um die Blutzuckerwerte stabil zu halten. Bei älteren Menschen kann es außerdem leichter zu Komplikationen, wie etwa einer bakteriellen Lungenentzündung kommen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts rät Diabetikern deshalb, sich jährlich im Herbst gegen Grippe und zusätzlich einmal gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten – und wer nur wegen der Impfung zum Arzt geht, muss auch keine Praxisgebühr bezahlen. Zu den weiteren vorbeugenden Maßnahmen gehört Hände waschen und Meidung von Menschenansammlungen, wenn eine Erkältungs- oder Grippewelle rollt.
Quelle:
PM von http://www.diabetes-ratgeber.net