25.08.2010
Ärzte warnen davor, für die Diabetesdiagnose einfach den Blutzuckerlangzeitwert HbA1c zu verwenden. Dieser Wert informiert über die durchschnittliche Höhe der Blutzuckerwerte der vergangenen acht bis zwölf Wochen. Als Schwellenwert für die Diagnose eines Diabetes wurde dabei ursprünglich ein HbA1c-Wert von 6,5 Prozent festgelegt. Forschern des Deutschen Diabetes-Zentrums Düsseldorf erscheint dies jedoch als zu hoch. Sie fanden heraus, dass bei einem HbA1c-Wert von 6,5 zu viele Diabetiker unentdeckt bleiben würden, das gilt vor allem für die Feststellung eines Diabetes-Vorstadiums (Prädiabetes). Deshalb schlugen sie vor, einen Wert von 5,7 für die Diagnose eines Diabetes zugrunde zu legen. Warnende Stimmen hinsichtlich der Methode kommen nun auch aus den USA. "Würde man sich auf die HbA1c-Messung zurückziehen und die Nüchternwerte nicht mehr bestimmen, hätte das zur Folge, dass nahezu 50 Millionen Amerikaner, die sich in einem Diabetes-Vorstadium befinden, plötzlich wieder 'gesund' sind", warnen die US-Forscher.
Quelle:
PM von http://www.diabetes-ratgeber.net