Erstellt am: 03.07.2011
Letzte Änderung am: 03.07.2011
Folgen
Das Gewicht hat erheblichen Einfluss auf die Gesundheit, zu viel oder wenig Kilos auf den Hüften können somit schädliche Folgen für den Körper haben. Schon in jungen Jahren begünstigt Übergewicht ein metabolisches Syndrom. Dieses Krankheitsbild besteht aus verschiedenen Stoffwechselleiden, wie zum Beispiel Diabetes oder Bluthochdruck. All diese Faktoren erhöhen wiederum das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Auch die Gelenke leiden unter den zusätzlichen Kilos und verschließen schneller. Fehlt es den Kindern darüberhinaus an Bewegung, können sie die wichtige Muskelmasse nicht aufbauen, die beim Tragen des zusätzlichen Gewichts helfen würde, Haltungsfehler vorzubeugen.
Kontrolle
Ob das Gewicht dem Alter und der Körpergröße entsprechend ist, kann man grob mit dem so genannten Body-Mass-Index (BMI) ermitteln. Dabei wird die Körpergröße mit sich selbst mulitpliziert. Anschließend wird das Körpergewicht mit dem zuvor ermittelten Wert dividiert. Ergebnisse zwischen einem Wert von 18,5 und 24 weisen auf Normalgewicht hin. Alles was über oder unter diesem Richtwert liegt, wird entsprechend als Über-, bzw. Untergewicht eingestuft. Doch auch der Bauchumfang ist ein entscheidender Faktor, da dieses Fettgewebe erheblichen Einfluss auf das Stoffwechelgeschehen hat. Je größer der Buchumfang also, desto größer die Wahrscheinlichkeit ein metabolisches Syndrom zu entwickeln.
Präventionsmaßnahmen
Zwar bestimmen zu großen Teilen auch unsere Erbanlagen über das Körpergewicht, wie mit dieser Veranlagung umgegangen wird, liegt jedoch in unseren Händen. Gerade die frühen Jahre sind prägend für den späteren Lebensstil und die körperliche Gesundheit. Doch viele Kinder bewegen sich heute zu wenig, sitzen zu viel vor dem Fernseher oder vor dem Computer. Die Eltern, Kindergärten und Schulen müssen gegen Bewegungsmangel und schlechte Essgewohnheiten vorgehen. Es ist also die Aufgabe der Erzieher, sprich der Eltern, aber auch der Lehrer, den Kindern einen gesundheitsbewussten Lebensstil vorzuleben und beizubringen. So könnte zum Beispiel Sport täglich auf dem Stundenplan eines Schülers stehen oder ein neues Fach, in dem gezielt auf Gesundheit und Ernährung eingangen wird. Auch die Gesundheitspolitik muss ihren Fokus von der Bekämpfung der Folgekrankheiten verstärkt auf vorbeugende Maßnahmen richten.
Autor: Anna Steinweger
Quelle:
http://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-2/Dicke-Kinder-werden-kranke-Erwachsene-104243.html
http://www.bzga-kinderuebergewicht.de
http://www.apotheken-umschau.de/
Pressemitteilung von diabetesDE (6. April 2011)