Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zur Zweitnavigation springen Zur Suche springen zusätzliche Informationen
Zweitnavigation
zurück zur Rubrik
Kids »
Inhalt
Zucker

Lecker: Wo Zucker herkommt und wie er in den Kuchen gelangt

Weingummis - Wo kommt der Stoff her, der sie so süß macht? Wenn Leute über "Zucker" sprechen, dann meinen sie manchmal zwei ganz verschiedene Dinge: Zum einen wird die Krankheit Diabetes oft einfach "Zucker" genannt. Zum anderen ist das natürlich das Wort für den ganz normalen Zucker, den man essen kann.

Hier geht es nicht um die Krankheit, sondern den leckeren Zucker, den man essen kann.

Wo überall Zucker drin ist

Der Mensch kann mit seiner Zunge vier verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden: Sauer, bitter, scharf und natürlich süß. Schokolade, Gummibärchen, Eis - bei manchen Sachen merkst du beim Essen sofort, dass sehr viel Zucker darin ist, weil sie so süß schmecken. In einem Glas Cola sind zum Beispiel zwölf Zuckerstückchen drin!
Aber wusstest du, dass in vielen anderen Lebensmitteln auch ganz viel Zucker enthalten ist, ohne dass man es direkt merkt? Tomatenketchup zum Beispiel besteht teilweise zu 50 % aus Zucker. Eigentlich ganz schön komisch  - als ob man sich Zucker statt Salz auf die Pommes streuen würde! Auch in vielen Säften, Eistees und anderen Getränken ist viel mehr Zucker drin, als eigentlich sein müsste.

Übrigens kann man die Geschmacksrichtung "süß" nur mit der Zungenspitze schmecken. Leg dir einmal ein Stück Zucker in die Mitte der Zunge, um das auszuprobieren: Du schmeckt es (am Anfang) gar nicht.

Geschichte des Zuckers

Heute wissen wir, dass schon vor über 2000 Jahren Zucker gewonnen wurde: In Persien füllten die Menschen damals heißen Zuckerrohrsaft in Holz- oder Tonkegel. In der Spitze dieser Kegel sammelte sich dann der Zucker. Nach Europa kam der Zucker aber erst viel später: Vor ungefähr 1000 Jahren wurde er von den Kreuzfahrern auf ihren Schiffsreisen mit hierher gebracht. Ein paar hundert Jahre später wurde Rohrzucker auf Plantagen, also auf großen Feldern, angebaut. Nur die Reichen konnten sich Zucker leisten, er wurde deshalb als "weißes Gold" bezeichnet.
Inzwischen ist Zucker ein sehr billiges Lebensmittel. Das kommt daher, dass ab dem Jahr 1825 Zucker aus Zuckerrüben in sehr großen Mengen in Fabriken hergestellt wird.

Wie Zucker hergestellt wird

Wie sieht Zucker eigentlich aus? Klar, er besteht meistens aus winzigen weißen Körnchen oder ist zum Würfel zusammengepresst. Bis der Zucker aber so schneeweiß aus der Tüte rieselt und man zum Beispiel einen Kuchen damit backen kann, legt er einen langen Weg zurück. In Deutschland wird Zucker aus Zuckerrüben hergestellt. In manchen anderen Ländern wird er aus Zuckerrohr gemacht, aber das wächst in Deutschland nicht, weil es hier nicht warm genug ist.

Um aus Zuckerrüben Zucker herzustellen, werden die Rüben, die ganz normal auf einem Feld wachsen, erst einmal gewaschen - weil sie im Boden wachsen, sind meistens noch Erde oder kleine Steine dran. In einer großen Maschine werden die Zuckerrüben dann in kleinere Stücke, so genannte "Schnitzel", geschnitten. Anschließend nehmen die Rübenstücke ein Bad in warmen Wasser, wo der Zucker aus der Rübe herausgelöst wird. Aus dem Saft - der noch nicht so süß wie Zucker schmeckt - wird danach in mehreren Schritten der feste Zucker gewonnen, unter anderem durch Verdampfung des Wassers. So entsteht zuerst ein dickflüssiger, gelber Saft, der ein wenig aussieht wie Honig, und schließlich die weißen Zuckerkristalle.

Wie du bestimmt weißt, gibt es ganz viele verschiedene Arte von Zucker: weißen Haushaltszucker, braunen Kandiszucker, Traubenzucker, Milchzucker, Fruchtzucker, Vanillezucker... und der Zucker kann auch viele verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel als Zuckerwürfel, Zuckerhut, als Zuckersirup, Puder- oder Hagelzucker oder als Karamell - Karamell ist nämlich auch nur Zucker, den man geschmolzen hat.

Zucker und Diabetes

Die Kinder in Deutschland essen heute viel mehr Zucker als früher. Weil Zucker ein Lebensmittel ist, das dem Körper sehr viel Energie gibt, soll man aber nicht zu viel süße Sachen essen. Wer immer nur Cola trinkt und den ganzen Tag Schokolade isst, wird schnell dick und kann dann sogar krank werden. Und bestimmt hast du auch schon mal von deinen Eltern gehört: Zuviel Zucker macht die Zähne kaputt.
Die gute Nachricht: Diabetes bekommt man nicht davon, dass man zuviel Zucker isst (auch wenn es sich so anhört), sondern weil die Bauchspeicheldrüse im Körper nicht richtig funktioniert. Als Diabetiker musst du zwar aufpassen, wie viele Süßigkeiten du isst, aber zum Glück ist Süßes - in Maßen - nicht verboten.
 
In Berlin gibt es übrigens ein ganzes Museum nur für Zucker: http://www.dtmb.de/Zucker-Museum

Zurück zur Übersicht.

English VersionEnglish Version
English Version
Zoom: 100% 150% 200%
invertieren: abc abc


Zur Navigation springenZum Inhalt springenZur Zweitnavigation springenZur Suche springenzusätzliche Informationen