Erstellt am: 17.08.2003
Letzte Änderung am: 21.08.2003
Diabetiker profitieren besonders von der Insulinpumpenbehandlung, wenn
Dass dennoch nur eine relativ geringe Anzahl von Menschen mit Diabetes diese Behandlungsform nutzt, hat unterschiedliche Gründe, wie
Nur durch intensive Aufklärungsgespräche nicht nur mit dem betreuenden Diabetesteam, sondern vor allem auch mit Pumpenträgern selbst kann diesen Faktoren begegnet werden.
Der Ablauf
Seit Mitte 1999 führen wir mit unserem Team ambulante Ersteinstellungen auf Insulinpumpentherapie durch. Vor Beginn der neuen Therapieform stellen wir sicher, dass der zukünftige Pumpenträger die Regeln der ICT (Intensivierte konventionelle Insulintherapie), das heißt Bolus- und Korrekturfaktoren, Anpassung an Bewegung oder Sport sicher beherrscht und anwendet. Andernfalls nehmen unsere Patienten an einer sogenannten "Auffrisch-Schulung" für ICT teil.
Die Pumpenschulung behandelt folgende spezielle Inhalte:
Erfolgsfaktoren der Pumpentherapie
In ausführlichen Vorgesprächen werden die Vor- und Nachteile der Pumpentherapie erörtert. Hier erfahren die Patienten auch, dass der Antrag auf Kostenübernahme erst nach einer Pumpentragezeit von acht bis zwölf Wochen an die Krankenkasse gesendet wird. Zuvor wird die Pumpe als Kommissionsgerät von der Firma gestellt. Interessenten sollen ausreichend Zeit haben, genügend Erfahrung mit einer Pumpe zu sammeln, bevor sie sich entscheiden.
Die eigentlichen Schulungsinhalte vermitteln wir in Gruppenschulungen, die wir vier bis fünf Mal im Jahr zu vorher festgelegten Zeiten anbieten. Dadurch können sich sowohl Patienten als auch das Praxisteam auf die spezielle Schulung einstellen. Hatte die Entscheidung zur Gruppenschulung zunächst nur zeitökonomische Gründe, so stellten sich mit der Zeit deutliche Vorteile für die Teilnehmer heraus. Hier entwickelt sich nämlich ein reger Austausch der Schulungsteilnehmer untereinander zu Themen wie beispielsweise Motivation, Dosierungsfragen und -erfahrungen, Tragegewohnheiten oder Katheterauswahl.
Fazit
Vor allem die kontinuierliche, wohnortnahe diabetologische Betreuung und die Einstellung unter den persönlichen Lebensumständen werden von den Patienten geschätzt. Besondere Probleme können allerdings in Einzelfällen eine stationäre Einstellung erforderlich machen.
Ohne ein exzellentes Team kann keine ambulante Pumpenschulung angeboten werden. Hier danke ich vor allem meiner Diabetesberaterin Barbara Johnen für ihre Mitwirkung bei Organisation, Planung und Durchführung der Schulung.
Kontakt:
Diabetologische Schwerpunktpraxis
Dr. med. Rainer Betzholz
Internist - Diabetologe DDG
Marienkirchplatz 7
41460 Neuss
Telefon (02131) 527360
Internet: www.schwerpunktpraxis.de/Betzholz
Autor: Dr. med. Rainer Betzholz
Quelle: Zucker 01/03