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Koronare Herzkrankheit

Risikofaktor für Diabetes Typ-2: Die Koronare Herzkrankheit (KHK)

Um festzustellen, ob eine koronare Herzkrankheit vorliegt, werden verschiedene diagnostische Hilfsmittel eingesetzt. Menschen mit Diabetes haben ein deutlich höheres Risiko für das Herz und das Gefäßsystem betreffende Erkrankungen und sind damit auch stärker gefährdet, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Umgekehrt liegt auch bei KHK-Patienten häufig ein Diabetes mellitus vor. Diabetiker sollten daher immer parallel kardiologisch und KHK-Patienten grundsätzlich auch diabetologisch betreut werden.

Zwischen der Koronaren Herzkrankheit (KHK) und dem Diabetes mellitus besteht also ein gefährliches Verwandtschaftsverhältnis:

  • Über 75 Prozent aller Menschen mit Diabetes sterben an akuten Gefäßverschlüssen, insbesondere am Herzinfarkt.
  • Menschen mit Diabetes haben ein zwei- bis dreimal so hohes Risiko, eine signifikante koronare Herzkrankheit (KHK) zu entwickeln wie die gesunde Normalbevölkerung.
  • Diabetische Neuropathie dämpft das Schmerzempfinden: Selbst bei einem akuten Herzinfarkt spüren 50 Prozent aller Diabetiker Symptome wie Brustenge und schmerzhafte Beklemmung nicht.
  • Über 60 Prozent der akut Gefäßkranken haben neben ihrer KHK auch einen gestörten Zuckerstoffwechsel.
Die rechtzeitige Diagnose in Deutschland scheitert häufig an strukturellen Defiziten. Denn die Patienten werden entsprechend ihrer Primärsymptomatik meist unterschiedlichen Spezialisten vorgestellt. Bei den betroffenen KHK-Patienten ist der Herzinfarkt dann häufig das erste Symptom einer Diabeteserkrankung.
Um das Risiko einer derart späten Diagnose zu mindern, fordern Experten, dass KHK-Patienten grundsätzlich immer auch auf Diabetes mellitus untersucht und bei Bedarf diabetologisch betreut werden sollten. Ein umfassendes Diabetes-Screening, Früherkennung und Frühintervention können helfen, gravierende Begleit- und Folgeerkrankungen zu verhindern.

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