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Herzinfarkt

Herzinfarkt - Bedrohliche Komplikation des Diabetes

by pixelio media gmbh Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der häufigsten Folge-erkrankungen bei Diabetikern. Die Zuckerkrankheit zieht einen veränderten Stoffwechselprozess nach sich, welcher dazu führen kann, dass sich die Herzkranzgefäße in Folge von Ablagerungen im Laufe der Krankheit verengen. Aufgrund des erhöhten Blutzuckerspiegels liegt die Gefahr einer Gefäßverengung bei Diabetikern generell vier- bis sechs­mal höher als bei Nicht-Diabetikern. Diese Nebenerscheinungen der Krankheit sind für viele Herzinfarkte verantwortlich.

Besonders hoch ist bei Diabetikern die Gefahr einer koronaren Herzkrankheit. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich hier eine Arteriosklerose (umgangssprachlich auch Arterienverkalkung) sehr viel schneller und intensiver entwickelt. Die Folge eines schlecht eingestellten Stoffwechsels ist oft eine überaktive Blutgerinnung. Das bedeutet, dass Blut wird klebrig und die Blutplättchen neigen dadurch schneller zum Verklumpen. Eine ernstzunehmende Gefährdung stellen zusätzlich die beschädigten Nervensysteme von Diabetespatienten dar. Aufgrund von Nervenschädigungen werden die Schmerzen, die eine Minderdurchblutung des Herzens auslöst nicht wahrgenommen. So kann es sein, dass ein Herzinfarkt ohne warnende Schmerzen eintritt, nicht bemerkt und dadurch auch nicht behandelt wird.

Symptome einer koronaren Herzerkrankung

Die Symptome einer koronaren Herzerkrankung sind vielzählig. Sie gelten als Warnzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist und ein Arzt aufgesucht werden sollte. Primäre Anzeichen sind Schmerzen in der Brust und Kurzatmigkeit sowie Herzklopfen oder unregelmäßige Herzschläge. Dazu sollte ungewohnter Schmerzausstrahlungen in Armen, im Kiefer oder Rücken, Müdig- oder Übelkeit, Sodbrennen und übermäßigem Schwitzen Beachtung geschenkt werden.

Weitere Herzfolgeerkrankungen

Aber nicht nur mit einer koronaren Herzerkrankung müssen Diabetiker rechnen. Andere Komplikationen rund um das Herz sind ebenso weitverbreitet. Eine Herzinsuffizienz tritt beispielsweise ebenfalls vermehrt bei Diabetikern auf. Diese ist auf eine Verdickung zurückzuführen, die wiederum eine Versteifung der Wände von den kleinsten Blutgefäßen und Kapillaren verursacht. Aufgrund dieser Störung ist die Pumpleistung des Herzens deutlich eingeschränkt. Aus diesem Grund sollten Diabetiker besonders das Rauchen vermeiden, welches für eine weitere Kapillarenverengung sorgt.

Die diabetische Neuropathie ist bei Diabetespatienten oft Wegbereiter eines Diabetischen Fußsyndroms. Nervenschädigungen können aber auch an den Nerven auftreten, die die Herzfrequenz steuern. Dies wird als: Kardiale autonome Neuropathie bezeichnet. Für die Begrenzung unseres Herzschlages ist der Parasympathikus (auch als Ruhenerv bezeichnet) verantwortlich. Wenn dieser ausfällt, überwiegt bei der Führung unseres Herzschlages der Sympathikus, der für die Leistungssteigerung zuständig ist. Eine beständige und nicht notwendige, erhöhte Herzfrequenz ist die Folge, die wiederum eine Frequenzstarre verursacht. Die mit der Ausatmung verbundene Abschwächung des Pulses findet hier nicht statt und das Herz wird aufgrund von fehlenden Erholungsphasen überfordert.


Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten

Ein wichtiger Bestandteil der Diabetes-Therapie ist somit vor allem die Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Es beginnt damit, dass der Patient genau über seinen Diabetes bescheid weiß, sich gesund und ausgewogen ernährt sowie ausreichend Bewegung ausübt. Darüber hinaus ist die Beobachtung seines Blutlipidspiegels unerlässlich. Eine Fettstoffwechselstörung wird als ein großer kardiovaskulärer Risikofaktor angesehen. Auch die Aufnahme von schlechtem Cholesterin (auch Lipoproteine) sollte vermieden werden, da sich dieses an den Wänden der Blutgefäße ablagert und zu Verengungen führt.
Die Diabetes-Leitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft besagen überdies, dass als Hauptprävention eine normnahe Blutzuckereinstellung erreicht werden muss. Das setzt voraus, dass der HbA1c – Wert bei Diabetikern nicht höher als 7 % ist. Der HbA1c -Wert zeigt den Langzeitblutzuckerspiegel an. Der Arzt kann aufgrund dieses Wertes, unabhängig von der aktuellen Messung, den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate ermitteln. Die UK-prospective diabetes-Studie (UKPDS) hat ergeben, dass eine Reduktion der Herzinfarktinzidenz von 16% durch eine Absenkung des HbA1c-Wertes von 7,9 auf 7,0% erreicht wurde.

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