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Weltherztag

Weltherztag: Ein gesundes Herz mit Diabetes

Weltherztag "Dein ist mein ganzes Herz" - das sang schon einst der deutsche Musiker Heinz-Rudolf Kunze. Doch nicht nur in Liebesdingen, auch sonst ist ein gesundes Herz enorm wichtig. Besonders Diabetes-Patienten sollten sich bewusst sein, dass sie unter einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Der diesjährige Weltherztag steht unter dem Motto "Healthy Weight, Healthy Shape", was übersetzt so viel bedeutet wie: "Gesundes Gewicht, gute Verfassung".

Diabetiker haben ein größeres Risiko, an Spätfolgen wie Durchblutungsstörungen, Angina pectoris und sogar einem Herzinfarkt zu erkranken. Dieser tritt bei Übergewichtigen durchschnittlich vier Jahre früher auf als bei Menschen mit Normalgewicht. Gerade von Typ-2 Betroffene leiden oft unter Adipositas (krankhaftes Übergewicht). Meist geht den gefürchteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Gefäßverkalkung (Atherosklerose) voraus. Wenn sich verstärkt Ablagerungen - sogenannte Plaques - an den Innenwänden der Blutgefäße bilden, verengt sich ihr Durchmesser immer mehr und die Elastizität nimmt ab. Nach einiger Zeit kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen. Geschieht dies in einem Herzgefäß, kommt es zu schmerzhaften Beschwerden, die als "Herzenge" bezeichnet werden. Dies ist eine Vorstufe des Herzinfarkts. Sind die Beine betroffen, spricht man von der sogenannten "Schaufensterkrankheit", weil die Schmerzen die Betroffenen häufig zwingen, stehen zu bleiben. Zwar sank die Sterblichkeit beim Herzinfarkt in den vergangenen 30 Jahren durch eine bessere Akutbehandlung deutlich, aber immer noch überleben 30 % den akuten Infarkt nicht. Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwei bis vier mal so hoch wie bei gesunden Menschen. Die Sterberate bei einem Herzinfarkt ist sogar doppelt so hoch. Wer ihn überlebt, leidet häufig unter einer lebenslangen Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit.

Ungesunde Ernährung

Ursachen für einen Herzinfarkt sind neben Übergewicht eine ungesunde Ernährung sowie Bewegungsarmut. Meist sind diese Faktoren verbunden mit zu hohem Blutzucker, einem erhöhten Blutdruck sowie unausgewogenen Blutfettwerten. Durch dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte kann der Energiestoffwechsel von Nervenzellen gestört werden. Die Folge: Unter Umständen wird das unwillkürliche Nervensystem, auch autonomes oder vegetatives genannt, angegriffen. Die Körperorgane, die davon gesteuert werden, sind betroffen: vor allem das Herz- und Gefäßsystem, die Harnblase und das Verdauungssystem. Das unwillkürliche Nervensystem versorgt die Muskulatur aller Organe, des Herzens und der Drüsen. Weiterhin regelt es unter anderem die Funktionen der Atmung und des Stoffwechsels.

Idealer Sport: Radfahren

Bei solchen Aussichten sollten Diabetiker darauf achten, dass ihr Herz immer in Schwung bleibt. Wie? Zum Beispiel durch Radfahren - auf diese Weise werden gleich drei wichtige Körperfunktionen verbessert: das Herz-Kreislauf-System, der Bewegungsapparat - also Muskeln, Knochen und Sehnen - sowie der Geist, denn Sport fördert auch die Konzentrationsfähigkeit. Ein weiterer besonderer Wert liegt im relativ einfachen und zugleich gelenkschonenden Ausdauertraining. Da Diabetes-Patienten häufig an Schwächegefühl sowie Müdigkeit leiden, sollten sie nicht übereifrig mit zu großer körperlicher Belastung beginnen. In den meisten Fällen sind sie anfangs noch untrainiert. Aber selbst Ungeübte können sich mit dem Rad durchschnittlich mehr als 20 Minuten bewegen, ohne sich zu überfordern. Denn jeder kann sei persönliches Tempo und damit auch die sportliche Intensität selbst dosieren. Wenn sich nach einiger Zeit die Fitness gesteigert hat, ist es ideal, sich dreimal pro Woche gut eine Stunde auf den Drahtesel zu schwingen.


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