Erstellt am: 24.06.2005
Letzte Änderung am: 24.06.2005
Hand aufs Herz. Wie viele kennen ihren Cholesterinspiegel oder können eine ungefähre Schätzung darüber abgeben, bei welchem Wert er sich bewegt? Ein erhöhter Cholesterinwert gehört zu den gefährlichsten Risikofaktoren - ganz besonders bei Diabetes - für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland.
Die Bevölkerung über Risiken und Präventionsmöglichkeiten aufzuklären, haben sich die Initiatoren des mittlerweile "3. Tages des Cholesterins" ganz groß auf die Fahnen geschrieben.
Bundesweite Aktionen
Seit 1989 ist die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V. in diesem Bereich aktiv. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag erstmalig im Jahr 2003 in Berlin, an welchem sich viele Politiker beteiligten. Aufgrund der großen Resonanz wurde die Kampagne im darauffolgendem Jahr in Frankfurt am Main fortgesetzt.
Am 24.06.2005 findet die zentrale Veranstaltung des Aktionstages auf dem Hamburger Gänsemarkt statt. Die DGFF hat in diesem Jahr, zusammen mit dem Kooperationspartner DGAF ( Deutschen Gesellschaft für Atheroskleroseforschung DGAF e.V.), die Themen "metabolisches Syndrom" und die Rolle des HDL-Cholesterins in den Mittelpunkt gestellt. Neben den Angeboten in Hamburg, beteiligen sich bundesweit wieder zahlreiche Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäuser, Schulen und Ausbildungsstätten mit eigenen Aktionen wie einer kostenlosen Cholesterinwert-Messung, Körperfettanalyse oder der Bestimmung des Blutzuckers.
Cholesterin - was ist das?
Cholesterin gehört zu den Grundsubstanzen des menschlichen Organismus und ist Bestandteil des menschlichen Gewebes. Der Cholesterinwert lässt sich durch eine einfache Blutentnahme bestimmen. Um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten, sollte das Cholesterin mehrmals über einen längeren Zeitraum gemessen werden. Mittels einer solchen Messung können die Untereinheiten HDL (HighDensity Lipoprotein), besser bekannt als "gutes" Cholesterin, und LDL (Low Density Lipoprotein), das "schlechte" Cholesterin, bestimmt werden.
Diese Bezeichnung geht zurück auf die Funktion im Organismus. Das LDL transportiert das Cholesterin in die Körperzellen. Das überschüssige Fett wird in das Blut abgegeben, wo es sich ablagert und im schlimmsten Fall zu einem Verschluss der Arterie führt.So kann es zum Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Das "gute" HDL hingegen nimmt das überschüssige Cholesterin auf und bringt es zur Leber, wo es in Gallensäure umgewandelt und ausgeschieden wird. Einfache Faustregel also: "Je mehr HDL im Blut, desto größer ist der Schutz vor Ablagerungen."