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Trockene Haut

Trockene Haut – Bei der Pflege richtig liegen

Menschen mit Diabetes mellitus leiden in Folge ihres gestörten Stoffwechsels häufig unter Hautproblemen. Durch den unregelmäßigen Blutzuckerspiegel gerät der Wasserhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht. Das hat auch Auswirkungen auf die Hautbarriere. Trockene, gereizte Haut ist meist die Folge. Feuchtigkeitsspendende Hautpflege ist daher bei Diabetes unerlässlich.

Bei Diabetikern generell, aber vor allem auch bei Menschen, deren Diabetes gerade erst diagnostiziert oder schwierig einzustellen ist, macht sich die Erkrankung auch an der Haut bemerkbar.
Hohe Blutzuckerwerte führen bei Diabetikern zu einem ständigen Durstgefühl und dadurch zu häufigem Wasserlassen., was dazu führt, dass auch der Feuchtigkeitshaushalt der Haut aus dem Gleichgewicht kommt, die Haut neigt verstärkt zu Trockenheit. Dies wiederum führt zu einer größeren Entzündungsanfälligkeit, die unter anderem zu Hautinfektionen wie Fußpilz und bakteriellen Infektionen sowie zu starkem Juckreiz und einer allgemein erhöhten Empfindlichkeit der Haut führen kann. Die wichtigste Maßnahme, um diese Probleme in den Griff zu bekommen, ist eine gute Blutzuckereinstellung und gegebenenfalls eine Lebensstiländerung. Verbunden mit einer geeigneten feuchtigkeitsspendenden Hautpflege speziell für Diabetiker.

O/W oder W/O – welche Bedeutung steckt dahinter

Bei Pflegecremes und -lotionen handelt es sich in der Regel um Emulsionen. Dies sind Gemische aus einer Fett- und einer Wasserphase.
Es gibt zwei Typen von Emulsionen, die für Kosmetika eingesetzt werden: Bei der Öl in Wasser- Emulsion (O/W-Emulsion) wird Öl oder Fett möglichst fein in Wasser gelöst.

Die O/W-Emulsionen haben einen hohen Wasseranteil und fetten deshalb nur leicht. Sie spenden der Haut viel Feuchtigkeit und lindern Rauigkeit und Spannungen. Öl in Wasser- Emulsionen sind besonders für die tägliche Pflege bei trockener, rauer und gespannter Haut geeignet. Ein weiterer Vorteil der O/W-Emulsion besteht darin, dass sie schnell in die Haut einziehen und keinen störenden Fettfilm hinterlassen, wie das etwa beim Auftragen von Fettsalben oder -cremes geschieht.

Der zweite Typ ist die Wasser in Öl- Emulsion (W/O- Emulsion).
Wasser in Öl- Emulsionen weisen in der äußeren Phase vorwiegend  Öle oder Fette auf. Die Haut profitiert besonders bei starker Austrocknung davon, weil W/O-Emulsionen rückfettend wirken. Wasser in Öl- Emulsionen sind besonders für die tägliche Pflege bei extrem trockener, juckender und schuppiger Haut geeignet.

Diabetiker profitieren von Urea, Lactat, Carnitin und Ceramiden
 
Menschen mit Diabetes, die unter trockener oder gereizter Haut leiden, profitieren besonders von Cremes und Lotionen mit Inhaltstoffen wie Harnstoff (Urea), Lactat, Carnitin und den Ceramiden, Bausteinen der hauteigenen Schutzbarriere.
Urea hat den Vorteil, in hohem Maße Wasser binden zu können. Die durch Diabetes geschädigte Haut hat häufig eine deutlich reduzierte Schweiß- und Talgdrüsenaktivität und speichert dadurch weniger Feuchtigkeit. Durch Cremes und Lotionen mit Harnstoff (Urea) kann dieser Mangel ausgeglichen werden. Ideal sind Produkte mit einem Urea-Anteil von 3 bis 10%. Ein Urea-Gehalt von 3% eignet sich besonders zur Pflege und Hautglättung der trockenen Haut, welche durch häufiges Duschen oder Sonne beansprucht wird. Lotionen mit einer höheren Konzentration an Urea haben einen Repair- Effekt und helfen auch bei vorgeschädigter, juckender und schuppiger Haut, zum Beispiel durch diabetische Stoffwechselprobleme oder bei reifer Haut.

Vor allem die Kombination von Urea mit Lactat spendet und bindet nachweislich intensiv und langanhaltend die Feuchtigkeit in der Haut. Harnstoffe (Urea) und Lactat sind natürliche Feuchthaltefaktoren der Haut und sind daher besonders geeignet Feuchtigkeitsdefizite auszugleichen.

Fußpflege

Besonders der täglichen Fußpflege sollte spezielle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Durch die Verwendung feuchtigkeitsspendender Fußcremes kann der Entstehung von Druckstellen, Hornhaut und einer verminderten Barrierefunktion entgegengewirkt werden kann. Gut mit Feuchtigkeit versorgte Füße bleiben länger glatt und geschmeidig und es kann Verletzungen vorgebeut werden.

Reinigung

Bei der täglichen Reinigung sollten nur milde Duschöle oder Waschfluids verwendet werden. Diese beinträchtigen die Hautbarrierefunktion weniger stark als konventionelle Seifen. Optimal für die tägliche Reinigung sind Duschöle mit juckreizlindernden Zusätzen wie z.B. Polidocanol oder Urea-haltige Waschfluids.

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