Erstellt am: 01.04.2003
Letzte Änderung am: 29.12.2006
Von besonderer Bedeutung für die Schutz- und Abwehrfunktion der Haut ist die epidermale Barriere, ein kompliziertes Gemisch aus Fett-und Feuchtigkeitskomponenten.Jedes Kind weiß, dass leicht verletzte Haut sich selbst helfen kann und bereits nach wenigen Tagen von einer Schramme kaum noch etwas zu sehen ist. Das verführt viele Menschen zu dem Glauben, die Haut sei eine zähe Pelle, die sich - wenn es brenzlig wird - immer irgendwie selbst zu helfen weiß. Das jedoch ist ein Irrtum, der bei Nichtbeachtung im Laufe des Lebens schlimme Folgen haben kann.
Unsere Haut ist ein hoch sensibles Organ, das zur Erfüllung seiner lebenserhaltenden Aufgaben stets besondere Aufmerksamkeit und Pflege benötigt. Die Haut mit ihrem 3-schichtigen Aufbau (Hornhaut, Lederhaut, Unterhaut) stellt die Grenzmembran zwischen unserem Körperinneren und der Außenwelt dar. Sowohl Veränderungen der inneren Organe als auch gesundheitsgefährdende Einflüsse der Umwelt führen auf Dauer zu sicht- und messbaren Beeinträchtigungen bzw. Störungen der Hautfunktionen. Werden diese Warnzeichen der Haut nicht beachtet, sind Dauerschäden mehr oder weniger vorprogrammiert. Von besonderer Bedeutung für die Schutz- und Abwehrfunktion der Haut ist die epidermale Barriere, ein kompliziertes Gemisch aus Fett-und Feuchtigkeitskomponenten.
Gesunde Haut
Ein ausreichend hoher Gehalt an Feuchtigkeit ist es, der gesunde und elastische Haut auszeichnet. Dabei kommt es in erster Linie auf den Wassergehalt der Hornzellen an. Die Fettbestandteile hingegen finden sich überwiegend in der Kittsubstanz zwischen den einzelnen Zellen. Man kann sich die Hornschicht wie ein Mauerwerk vorstellen: Die Zellen sind die Ziegel, die Kittsubstanz ist der Mörtel.
Trockene Haut
Kommt es dauerhaft zu einem erhöhten Verlust bzw. einer verminderten Neuproduktion dieser wichtigen Baumaterialien, werden die Ziegel porös und der Mörtel brüchig. Die Mauer verliert ihre Standfestigkeit. Für die Haut mit ihrer unterversorgten Hornschicht bedeutet dies dann ein Nachlassen ihrer Schutzfunktion.
Autor: Redaktion
Quelle: Aktuelle Dermatologie