Erstellt am: 19.02.2010
Letzte Änderung am: 19.02.2010
David Weingard lebte schon früh seine Sportbegeisterung aus: Schwimmen, Radeln und Joggen waren für den Teenager seit jeher das Größte. Mit 36 Jahren wurde bei dem Athleten jedoch ein Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Für Weingard kein Grund aufzugeben: Drei Monate später lief er den New York City Marathon. David Weingard lebte schon früh seine Sportbegeisterung aus: Schwimmen, Radeln und Joggen waren für den Teenager seit jeher das Größte. Mit 36 Jahren wurde bei dem Athleten jedoch ein Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Für Weingard kein Grund aufzugeben: Drei Monate später lief er den New York City Marathon.
David Weingard ist in jeder Hinsicht ein Extremsportler. Zu Land und zu Wasser vollbringt er Spitzenleistungen beim Triathlon. Im Rahmen eines so genannten Ironman-Triathlon müssen 3,86 km geschwommen werden. Danach folgen ohne Pause 180,2 km Radfahren und schließlich müssen 42,195km Laufen. Es gibt nur wenige Menschen, die einen Ironman überhaupt schaffen und unter diesen Wenigen gibt es nur eine Hand voll Diabetiker, David Weingard gehört dazu.
Marathon mit Diabetes-Typ-1?
Bereits mit 17 lief er Marathon. Zu dieser Zeit kamen an der Westküste der USA die Ironman-Wettkämpfe in Mode. Weingard war von deren extremen Bedingungen fasziniert und besorgte sich alles an Informationen zu diesem Thema. Mit dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ trainierte er sich im Alleingang eine beachtliche Fitness an und schwänzte für sein Radtraining auch mal die Schule. Sein erster Wettkampf wurde der „Westchester Triathlon“. Weingard war fasziniert von der lockeren Atmospähre und den Leistungen der Sportler, das Triathlon-Fieber war geweckt. Im Jahr 2000 schien sich seine Kondition plötzlich deutlich zu verschlechtern: Ein 8-tägiges Überlebenstraining endete mit einem Notruf. Völlig übermüdet und abgemagert suchte er einen Arzt auf, der ihn mit der Diagnose Typ-1 konfrontierte.
Extremsport mit Diabetes
David Weingard hatte noch nie etwas von der Krankheit gehört und dachte, erst er müsse bald daran sterben. Doch schon 10 Wochen später hatte er sich mit seinem Diabetes derart arrangiert, dass er den New York City Marathon als „Finisher“; also als jemand, der das Ziel erreicht hat, beenden konnte. Doch die Faszination des Ironman ließ Weingard nicht los und im Sommer 2001 begann er erneut mit dem Training. Ein halbes Jahr nach der Diagnose bekam er eine Insulinpumpe. Die Gefahr des Triathlon besteht für ihn als Diabetiker im Schwimmwettkampf. Denn dabei muss er seine Pumpe abnehmen und kann für etwa 2 Stunden seine Blutwerte nicht überwachen oder Insulin zuführen. Mittlerweile hat er sich mit seiner Fitnessagentur für Diabetiker selbstständig gemacht und sammelt bei jedem Wettkampf mehrere tausend Dollar Spendengelder für Kinder mit Diabetes.