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Fußball-WM 2010

Fußball-WM: Fit und gesund von Anfang bis Ende

©pixelio/ Markus Wegner Diabetes hin oder her – gefeiert wird dann, wenn was zu feiern ist. In diesem Fall die Fußballweltmeisterschaft 2010. Hier wird viel, wird getanzt, gelacht und natürlich auch reichlich gegessen und getrunken. Ein paar Tipps können helfen, den Blutzucker und den Herzkreislauf trotz allem im Griff zu haben.

Eine WM ohne ein leckeres Bierchen können sich viele Menschen nicht vorstellen und das müssen sie auch nicht. Alkohol ist für Diabetiker längst kein Tabu mehr, wenn er in Maßen genossen wird. Ein Bier zum anstoßen ist somit kein Problem mehr. Problematisch wird es erst, wenn beim ausgiebigen Feiern sehr viel mehr getrunken und dabei, die Insulinabgabe vergessen wird. Denn: Alkohol senkt den Blutzuckerspiegel.

Achtung Blutzuckerspiegel

Die Gefahr des Alkohols liegt in der Leber. Schon eine gesunde Leber ist mit dem Abbau von Alkohol stark beschäftigt. Normalerweise setzt diese Zucker aus unserem Speicher ins Blut frei (Glukoneogenese). Ab 0,45 Promille öffnet sie jedoch ihre Glukosespeicher nicht mehr und gibt somit keine Reserven ins Blut ab. Das verursacht schnell eine Unterzuckerung. Je mehr Alkohol getrunken wird, desto stärker und länger ist der Stoffwechselprozess beeinträchtigt. Das Ausmaß der Blutzuckerspiegelsenkung ist dabei nicht exakt berechenbar. Aus diesem Grund sollte Alkohol generell nur in Maßen und vor allem nie auf leeren Magen getrunken werden. Vor dem Verzehr von Alkohol sowie während dessen sollten ausreichend Kohlenhydrate zu sich genommen werden, um Unterzuckerungen vorzubeugen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass vor dem Schlafengehen der Blutzuckerwert deutlich über dem normalen Zielwert liegen sollte, da über Nacht immer noch Unterzuckerungen auftreten können. Im Normalfall kommt es zwar vier bis sechs Stunden nach dem letzten Alkohol zu eine, Abfall des Blutzuckerspiegels, aber auch bis zu zwölf Stunden nach dem letzten Glas kann dieser absacken. Aus diesem Grund gilt: Auf Nummer sicher gehen und das Messen nicht vergessen!

Fit und gesund trotz WM

Bratwurst, Bier, Chips und co. sind oftmals eng mit Fußballfan-Veranstaltungen verbunden. Ernährungsexperten warnen deshalb trotz Feierlaune auch alle nicht-Dabetiker vor "gewichtigen" Problemen. diabsite.de stellt die Prognose, dass die ganze Nation nach dem Großereignis voraussichtlich rund 82.000 Tonnen mehr wiegen wird. Verantwortlich sollen dafür hauptsächlich Knabberartikel und viele Flaschen Bier oder andere alkoholische Getränke sein. Damit nach der WM nicht das böse Erwachen kommt, sollten zumindest ab und zu auf gesunde, leckere Drinks und knusprige, knackige Snacks während der Spiele zurückgegriffen werden.

Finalrunden gefährden das Herz

Fußball ist nicht nur für die Spieler anstrengend ist, sondern auch für Fans, die die Spiele am Bildschirm oder im Stadion mitfiebernd verfolgen.
Studienergebnisse zur letzten WM haben gezeigt, dass während eines Spiels das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich erhöht ist. Aus diesem Grund raten Experten vor allem Menschen, die bereits eine Vorerkrankung des Herzens haben - oft auch Diabetiker - die Fußballpartys gemäßigt zu feiern. Zusätzlich zur emotionalen Anspannung können Alkohol und Zigaretten ihren Teil beitragen, da diese das Herz ebenfalls belasten.
„Die Einschränkung des Konsums von Bier und Zigaretten trägt dazu bei, das Risiko für einen Herzinfarkt zu verringern“, rät deshalb Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK).

Vorsicht Hitze

Da die WM zur Sommerzeit stattfindest, sollte unbedingt ausreichend Flüssigkeit getrunken werden. Hitze, Tanzen und Alkohol entziehen dem Körper Wasser und trockenen ihn schnell aus, was einen Hitzschlag verursachen kann. Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen sind besonders gefährdet und sollten demnach unbedingt viel Wasser oder Saftschorlen trinken. Fußballfans, die Spiele unter freiem Himmel verfolgen, wird empfohlen sich vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
Ausreichend Wasser, genügend Sonnencreme mit Filtern gegen UV-A-, UV-B- und Infrarot-Strahlen sowie eine Kopfbedeckung sollten somit zusätzlich zur Trillerpfeife und zum Vuvuzela-Fanhorn Bestandteile eines jeden Fanoutfits sein.


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