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Karneval

Karneval und Diabetes

©Gabi Schoenemann/ Pixelio In der Fünften Jahreszeit geht es traditionell nicht allzu gesund zu. Alkohohl, Süßigkeiten, Partyfieber und lange Nächte machen zwar viel Spaß, sind aber nicht nur für Diabetiker einigermaßen ungesund. Was kann man tun damit die „tollen Tage“ der Gesundheit keinen Schaden zufügen?


Süßigkeiten

Auch wenn die Werbung anderes behaupten mag, als Diabetiker darf man heute in der Regel die gleichen Nahrungsmittel konsumieren, wie Menschen ohne einen Diabetes. Nur, weil man „Zucker“ hat, muss man noch nicht auf Süßes verzichten. Allerdings gilt auch hier: Nur in Maßen ist die süße Sünde erlaubt. Wer am Straßenrand Süßigkeiten fängt, darf selbstverständlich davon naschen. Allerdings sollte man dabei den Überblick behalten. Gerade für insulinpflichtige Diabetiker ist das wichtig, damit es nicht zu einer Über- oder Unterzuckerung kommt.
Auch grundsätzlich sollte man mit dem süßen Genuss Maß halten, denn ob Diabetiker oder nicht, Zucker beeinflusst neben unserem Stoffwechsel auch die Psyche. Viel Zucker sorgt meist für eine übertrieben ausgelassene Stimmung, leichte Reizbarkeit und erhöhte Aggression.

Alkohol

Alkohol und Karneval sind gewissermaßen untrennbar verbunden. Egal ob Kölsch oder Alt-Bier – als Diabetiker sollten man die „Zwei-Gläser-Regel“ beachten. Auch wenn es schwer fällt, sollten pro Tag nicht mehr als 2 Gläser Bier oder Wein getrunken werden. Auf Schnaps oder süße Liköre sollte man ganz verzichten. Schnaps beispielsweise senkt den Blutzuckerspiegel zwar kurzfristig, lässt diesen jedoch kurze Zeit später in die Höhe schnellen.
Durch Alkohol kann es insbesondere auch nachts zu Blutzuckerschwankungen kommen, die unbemerkt sehr tödlich enden können. Das Tückische: Diese Reaktion kann bis zu zwölf Stunden verzögert eintreten. Deshalb sollte man vor dem Schlafengehen die magische Grenze von 180mg/dl nicht unterschreiten.

Feiern

Feiern ist prinzipiell weder gefährlich noch ungesund. Gute Laune wirkt zwar ansteckend, hat aber hauptsächlich positive Effekte. Das Problem besteht eher darin, dass Karnevalsfeiern bis früh in den Morgen dauern und der Schlaf häufig etwas zu kurz kommt. Wer eine Nacht nicht richtig schläft, kann das am nächsten Abend meist wieder wettmachen. Deshalb sollte man sich zwischen den Partys Ruhetage reservieren. Wer das nicht tut und drei Tage am Stück feiert, muss damit rechnen, dass die Insulinwirkung selbst bei gesunden Menschen um 25 Prozent abnimmt und der Blutzuckerspiegel ebenso stark ansteigt.

Messen nicht vergessen!

Wenn die Stimmung besonders gut ist, will man sie natürlich nicht durch die lästige Pflicht des Messens trüben. Doch wer aktiv am Karneval teilnimmt, sollte besonders intensiv auf seinen Blutzuckerspiegel achten. Die Abwechslung vom Alltag ist der Psyche zwar sehr willkommen, für den Körper bedeuten Veränderungen aber Stress und das hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Wer sich gut fühlt und kontrolliert isst und trinkt, sollte seinen üblichen Messrhythmus beibehalten. Bei Schwindel oder Anzeichen von Unwohlsein sollte man sofort den Blutzuckerspiegel überprüfen, damit die tollen Tage nicht durch eine Entgleisung ruiniert werden.

Vorsorgen

Zu einem Unfall kann es immer kommen, doch gerade an Karneval sollte man besonders auf sich aufpassen. Traubenzucker, Insulin oder Tabletten und gegebenenfalls ein Glukagon-Notfall-Set sollten deshalb immer am Körper getragen werden. Außerdem sollten vorher ein oder mehrere Begleiter über den Diabetes und Rettungsmaßnahmen im Falle einer Unter- oder Überzuckerung informiert werden. Da Rettungskräfte und Sanitäter zu dieser Zeit wegen der vielen Alkohol-Unfälle im Hochbetrieb arbeiten, müssen auch sie ausdrücklich auf den Diabetes hingewiesen werden, wenn ein Unfall geschehen sollte. Sowohl die Symptome einer Über- als auch einer Unterzuckerung können von den Mitmenschen als Trunkenheit falsch interpretiert werden.

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