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DiSko - Wie Diabetiker zum Sport kommen

DiSko - Wie Diabetiker zum Sport kommen

DiSko - Wie Diabetiker zum Sport kommen Sport ist ein wahres Wundermittel: Er hält den Körper fit, sorgt für eine gute Figur und bewirkt sogar, dass Glückshormone, so genannte Endorphine, ausgeschüttet werden. Laut einer aktuellen Umfrage von eCircle Research wissen 87 % der deutschen Bevölkerung, dass er für die Gesundheit wichtig ist. Umso erstaunlicher ist es, dass etwa 41 % nahezu keinen Sport betreiben.

Gerade Diabetiker sollten darauf achten, sich ausreichend zu bewegen. Denn dadurch können sie nicht nur die eine oder andere kleine Sünde, die den Blutzucker hochtreibt, ausgleichen. Auch der Zuckerstoffwechsel verbessert sich, was die Insulinresistenz verringert.

Zu hohe Erwartungen

Fragt man nach, warum viele keinen Sport betreiben, so nennen sie meist zwei Gründe: Entweder fehlt die Zeit oder es wird eine gottgegebene Unsportlichkeit vorgeschoben. Doch damit gehen in der Regel falsche Vorstellungen einher. Das Ziel muss nicht sein, zu einer Sportskanone zu werden und jeden Tag mindestens zwei Stunden zu joggen. Schon kleine Schritte können große Ergebnisse erzielen.
Um besonders älteren Diabetikern Bewegung schmackhaft zu machen, entwickelte die AG Diabetes & Sport der Deutschen Diabetes Gesellschaft und des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe mit Unterstützung der Firma LifeScan das DiSko-Projekt. Dahinter verbirgt sich ein einfaches aber effektives Konzept: "Wie Diabetiker zum Sport kommen".

Bewegungsmangel

Am Anfang steht zunächst eine theoretische Einführung. Dort wird beleuchtet, warum der Körper auf Bewegung programmiert ist. Der Grund liegt in den Genen: So waren die Menschen früher darauf angewiesen, täglich 10 - 20 Kilometer zurückzulegen, um ihr Leben zu sichern. Für Notzeiten musste der Körper Fettreserven anlegen können.
Da der Kühlschrank heute jedoch meist gut gefüllt ist, der Weg zur Arbeit mit dem Auto zurückgelegt wird und man am Abend gemütlich vor dem Fernseher entspannt, ist diese Fähigkeit nicht mehr notwendig. Dennoch ist der Körper nach wie vor so programmiert. Als Folge nimmt das Gewicht immer mehr zu. Kann daraufhin Glukose (Blutzucker) aus dem Blut nicht mehr in die Muskeln aufgenommen werden, entsteht Insulinresistenz. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, muss mehr Bewegung in den Alltag eingebaut werden.

Zu Beginn spazieren gehen

Zeitaufwand und Anstrengung sind die ersten Begriffe, die den meisten dazu einfallen. Doch schon mit kleinen Maßnahmen kann viel erreicht werden. Das erste Ziel ist es, einen täglichen Spaziergang von 30 Minuten zu machen: Das strengt nicht an, da jeder sein eigenes Tempo bestimmt. Wichtig ist es nur, dies in den Alltag einzubauen ? auch bei schlechtem Wetter. Schließlich tut man damit nicht nur dem Körper etwas Gutes. Auch die Seele profitiert: Durch die Bewegung an der frischen Luft werden Glückshormone ausgeschüttet und Stress abgebaut. Das entspannt und macht den Kopf frei. Der Rückgang der Blutzuckerwerte ist ein weiterer Effekt.
Praxistest
Um dies zu verdeutlichen, werden die Werte noch während der Schulung überprüft. Sowohl Blutzucker als auch Blutdruck messen und notieren die Teilnehmer. Anschließend geht es mit der gesamten Gruppe zu einem exakt halbstündigen Spaziergang oder einer Nordic-Walking-Tour.
Unmittelbar danach testet jeder seine Werte erneut. Der Unterschied der beiden Ergebnisse ist in der Regel sehr deutlich. Zwar können keine Wunder erwartet werden, doch ein positiver Effekt ist offensichtlich.

DiSko als Anfang

Dies den Diabetikern vor Augen zu führen, ist das eigentliche Ziel des DiSko-Projektes. Schon kleine Maßnahmen können die Therapie-Einstellung deutlich verbessern. Und der Spaziergang ist nur ein kleiner Anfang: Haus- und Gartenarbeit oder einfach nur mit den Enkeln zu spielen sind auch gute Möglichkeiten, etwas mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.
Zum Abnehmen reicht das nicht. Dazu muss mehr und intensiverer Sport betrieben werden. Doch die Blutzuckerwerte und damit die Einstellung des Diabetes kann man dadurch sehr gut beeinflussen.

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