Erstellt am: 28.09.2005
Letzte Änderung am: 28.09.2005
Mens sana in corpore sano - ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper! Das wusste man schon im Altertum. Damals gab es noch keine Drahtesel, heute schon! Radfahren ist gesund - das wissen auch immer mehr Fans des Zweirads und bevölkern unsere Straßen. Gerade für Diabetiker ist dieser Sport besonders geeignet, da auch Untrainierte problemlos einsteigen können. Hier sind einige wertvolle Tipps, die beachtet werden sollten.
Das richtige Outfit ist wichtig und das Zwiebelschalen-Prinzip ganz besonders! Die äußere Schicht sollte eine wind- und wasserabweisende Jacke sein. Materialien wie Gore-Texâ halten trocken und warm. Hemden aus Baumwolle dagegen sind nicht zu empfehlen - sie saugen den Schweiß auf, trocknen sehr schlecht und der Körper kühlt schnell aus. So kann man sich schnell einen Schnupfen einfangen.
Bei der Wahl des Schuhwerkes ist eine rutschfeste Sohle ratsam. Diese gewährleistet eine optimale Kraftübertragung und die notwendige Sicherheit. Ebenfalls zu empfehlen sind Fahrradhandschuhe, um bei längeren Fahrten Blasen zu vermeiden. Außerdem bieten sie bei einem eventuellen Sturz den Handinnenflächen Schutz.
Weiterhin sind Fahrradbrillen sinnvoll: Sie schützen die Augen nicht nur vor Sonne, Wind und Insekten, bei Dämmerung und schlechten Sichtverhältnissen helfen die gelb getönten Gläser, Hindernisse und Gefahren schneller zu erkennen. Eine Selbstverständlichkeit sollte das Tragen eines Helms sein - denn nur so ist sichergestellt, dass bei Unfällen der Kopf vor schweren Verletzungen geschützt ist.
Anfängerfehler vermeiden
Endlich sitzt man gut ausgestattet und fest im Sattel. Jetzt ist es wichtig, den Oberkörper möglichst ruhig halten. Von Vorteil ist eine Beinbewegung, die parallel zum Rahmen durchgeführt wird - die Knie dürfen nicht nach außen zeigen.
Außerdem empfiehlt es sich, keinen großen Gang einlegen, sondern besser locker in einem "Kleinen" zu fahren. Schließlich soll die Ausdauer gestärkt werden, nicht die Kraft.
Die Qual der Fahrradwahl
Entscheiden sollte am besten die persönliche Vorliebe - ob es ein schnelles Rennrad, ein Citybike oder doch ein widerstandsfähiges Mountainbike sein soll, ist zwar Geschmackssache, aber auch von den geplanten Touren abhängig. Hier werden die gängigsten Fahrradtypen kurz vorgestellt:
Längere Distanzen lassen sich mit Rennrädern gut zurücklegen. Doch Vorsicht: Mit den schmalen Reifen kann man nur auf Asphalt sicher fahren. Außerdem ist das Rennrad ein reines Sportgerät und für Menschen mit Rückenproblemen nicht geeignet.
Bei Mountainbikes garantieren breite Reifen und ein stabiler Rahmen Sicherheit auf jedem Untergrund. Federungen dämpfen Stöße bei holprigen Strecken ab. Ein Vorteil kann aber schnell zum Nachteil werden: Bei langen Fahrten macht sich der meist schwere Rahmen bemerkbar.
Trekking-Räder sind die Allrounder unter den Fahrrädern. Sie sind bestens geeignet für Straßen sowie für kurze Abstecher in den Wald.
Ideal für Fahrten durch die Stadt sind Cityräder. Für Touren durch Gelände mit unbefestigten Wegen sind sie eher nicht geeignet. Cityräder haben häufig einen niedrigen Durchstieg, der das Auf- und Absteigen erleichtert.
Nicht zu hoch hinaus
Unabhängig von der Wahl des Fahrrades ist die passende Sattelhöhe wichtig. Ebenso sollte man auf das richtige Verhältnis von Rahmengröße und Körpergröße, genauer gesagt der Schrittgröße, achten - dazu gibt es im Fachhandel spezielle Berechnungstabellen, die auch die gewünschte Nutzung des Rades berücksichtigen.
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Autor: Kai Göretz