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Sportschuhe

Beim Sport muss man gut zu Fuß sein

Gerade für die Sportskanonen unter den Diabetikern sollte neben der Fußpflege ein weiterer Aspekt im Hinblick auf ihre Füße eine wichtige Rolle spielen. Beim Sport sollten Diabetiker nämlich auf das richtige Schuhwerk und im optimalen Fall auf spezielle Sporteinlagen achten.

Diabetiker müssen sich immer besonders um ihre Füße kümmern. Das diabetische Fußsyndrom als Folgeerkrankung des eigentlichen Diabetes mellitus macht eine sorgfältige und regelmäßige Fußpflege zum absoluten Muss!
Gerade für die Sportskanonen unter den Diabetikern sollte aber noch ein weiterer Aspekt im Hinblick auf ihre Füße eine wichtige Rolle spielen. Beim Sport sollten Diabetiker nämlich auf das richtige Schuhwerk und im optimalen Fall auf spezielle Sporteinlagen achten. Dies raten zumindest viele Diabetologen.

Sportschuh muss bestimmte Anforderungen erfüllen

Sportschuhe müssen generell bestimmte Anforderungen erfüllen, um die höhere Belastung, welche bei Sport und viel Bewegung für Füße und Beine entsteht, auszugleichen.
"Der Sportschuh muss guten Halt geben, das Fußlängsgewölbe stützen und die Ferse umfassen", so Dr. Gerhard Fleischner, Sportmediziner und Orthopäde aus Schliersee. Außerdem sollte ein Sportschuh weich genug sein und im Bereich der Schnürleiste keine Falten schlagen .
Für Diabetiker kommen weitere Kriterien hinzu. So dürfen die Sportschuhe weder Nahtstellen noch Lederkanten aufweisen. Genauso wichtig ist es, dass die Zehen mindestens einen halben Zentimeter Raum haben. "Seitlich dagegen muss der Schuh schlüssig passen, sonst fängt der Fuß beim Laufen an zu rutschen", so Fleischner.

Die Sandwicheinlage

Der Sportmediziner rät Diabetikern unbedingt zu einer Sporteinlage für die Schuhe, die möglichst von einem Orthopädietechniker speziell angepasst werden sollte. So soll eine Ostheoarthritis (das Fußgewölbe sinkt in sich zusammen) als Spätfolge des Diabetes möglichst verhindert werden. "Sportschuhe haben meist zu weiche Einlegesohlen aus Schaumstoff," sagt Fleischner, "konventionelle Sporteinlagen sind dagegen meist oberflächlich zu hart."
Die beste Lösung für Diabetiker bietet die sogenannte Sandwich-Einlage. Die Oberfläche dieser Einlage ist weich, der Unterbau jedoch stabilisiert das Fußlängsgewölbe. Hierbei ist zu beachten, dass die Einlage nicht im Vorfußbereich enden darf, sondern komplett von den Zehen bis zur Ferse reichen sollte.

Auf welche Zuschüsse man hoffen darf

Natürlich stellt sich Diabetikern bei der speziellen Anfertigung von Sportschuhen oder Einlagen die Frage nach den Kosten.
Speziell angefertigte Schuhe sind nach Angaben der AOK zuschussfähig, wenn Polyneuropathie, Angiopathie, Ulkus, Gangrän oder eine Fuß-Teilamputation diagnostiziert wurde. Ebenfalls bezuschusst werden solche Spezialanfertigungen, wenn dem Patienten aus therapeutischen Gründen Sport verschrieben wurde. Patienten zahlen meist einen Eigenanteil von 76 Euro, bei Sportschuhen von 40 Euro, plus jeweils die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Paar. Bei speziellen Einlagen sieht dies anders aus. Kaufen sich Diabetiker handelsübliche Sportschuhe und benutzen hierzu Einlagen, wird nach Angaben der Krankenkasse lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro fällig.

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