Im vergangenen Jahr hat der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk die Zulassung für das Medikament Victoza® zur Therapie des Typ-2 Diabetes bekommen. Die Erlaubnis galt jedoch bisher nur für Japan und die 27 EU-Staaten. Nach einem langwierigen Verfahren hat der Konzern nun auch die US-Zulassung für sein neues Antidiabetikum zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ-2 bei Erwachsenen erhalten. Bereits in den kommenden Wochen soll das Medikament auf dem US-Markt eingeführt werden.
Die Fachzeitschrift American Journal of Epidemiology berichtet von neuen Beweisen für einen direkten Zusammenhang zwischen Gallensteinen und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Den Ursprung für diese Meldung bilden die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam.
In Deutschland wird ein Typ-2-Diabetes häufig nur mit Tabletten behandelt. Diese sind relativ leicht zu handhaben und erfordern keine intensiven Schulungen wie sie für Insulinnutzer üblich sind. Dennoch haben Typ-2-Diabetiker ein relativ hohes Risiko für Arteriosklerose und Herzleiden. Eine neue Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Therapieoption für Typ-2-Diabetiker günstig ist.
Ein winziger Chip im Körper eines chronisch kranken Menschen könnte in Zukunft an die Tabletteneinnahme erinnern. Wenn der Träger die Pille vergessen hat, soll solch ein Chip selbstständig künftig per SMS daran erinnern. Dies lässt zumindest die Firma Novartis verlauten.
Wird ein speziell entwickeltes Programm demnächst Diabetikern das Abnehmen erleichtern? Die amerikanische "Look AHEAD"-Studie, zu Deutsch etwa "Schau nach vorn", ermöglichte mit ihrem Programm im Schnitt eine Gewichtabnahme von 30%. Ältere Menschen hatten dabei häufig mehr Erfolg als die jüngeren Teilnehmer.
Eine neue Studie erfasst nicht nur die Daten ihrer Teilnehmer, sondern archiviert auch deren Blutproben. Die DiMelli-Studie beschäftigt sich mit dem Vergleich und Aufzeichnen der Veränderung von Erscheinungsbildern von Typ-1- und Typ-2-Diabetes im Kindes- und Jugendalter unter 20. Die Laufzeit der Studie ist zunächst auf drei Jahre befristet.
Kindern oder Babys Medikamente zu verabreichen ist mitunter eine heikle Angelegenheit, denn spezielle Medizin für die ganz Kleinen gibt es kaum. Bei schweren Erkrankungen bleibt Eltern jedoch nichts anderes übrig. Von einer weiteren Sorge können sie sich jedoch verabschieden: Antibiotika verursachen nach neusten Erkenntnissen einer dänischen Studie keinen Diabetes.
Seit 2007 läuft in Deutschland eine kombinierte Therapie des Wirkstoffes Pioglitazon mit Insulin. Kürzlich wurden erste Zwischenauswertungen veröffentlicht. Diese deuten an, dass die Kombination in Zukunft sowohl effektiv als auch sicher ist.
Durch strukturierte Blutzucker-Selbstkontrolle kann die Eigenmotivation deutlich verbessert werden. Das ist das Ergebnis der neuen ROSSO-Studie. Untersucht wurde, was die Eigenmotivation von Typ-2-Diabetikern bei ihrer Diabetestherapie verbessert. Ausgewertet wurden dafür die Daten von mehr als 3.200 Diabetikern aus rund 190 Hausarztpraxen in ganz Deutschland.
Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem: Fettleibigkeit über viele Jahre hinweg ist häufig die Ursache für Fett- und Stoffwechselstörungen - so auch für Diabetes. Eine Studie mit übergewichtigen Mäusen zeigt, dass das Wechselspiel zwischen Hormonen und Proteinen schuld sein könnte.