Ein Forscherteam hat ein Eiweißmolekül identifiziert, das die Fettspeicherung fördert. Bei einem Versuch mit Mäusen konnte das Team beobachten, wie das Protein ARFRP1 genau arbeitet. Es sorgt dafür, dass die mit der Nahrung aufgenommenen Lipide in Form großer Fetttröpfchen gespeichert werden und verhindert dazu den Abbau dieser.
Neue Forschungsergebnisse geben Anlass für neue positive Behandlungsprognosen bei Typ-1-Diabetikern. Wissenschaftler fanden heraus, dass bei Mäusen, deren Beta-Zellen (für die Produktion von Insulin zuständig) vollständig zerstört wurden, einige der benachbarten Alpha-Zellen fortan die Produktion von Insulin übernahmen. Diese Erkenntnisse versprechen neue Ansätze zur Behandlung von Typ-1-Diabetes.
Seit langen ist die Chemikalie Bisphenol A (BPA) ein brisantes Thema, da sie für eine ganze Reihe von Gesundheitsproblemen einschließlich Krebs verantwortlich ist. Seit Jahren streiten Wissenschaftler darüber, wie gefährlich BPA wirklich ist. Aktuell folgten auf dem Endokrinologen-Kongress Berichte von Mediziner Gilbert Schönfelder, dass die Substanz möglicherweise Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen könnte.
In der Vergangenheit hat das Diabetesmedikament Avandia® mit dem Wirkstoff Rosiglitazon bereits zu vielen Kontroversen geführt. Anlass einer erneuten Debatte ist eine Untersuchung des US-Senats, der die Marktzulassung in den USA beanstandet hat. Im Rahmen dieser Analyse wird das Präparat mit über 300 Todesfällen in den USA allein im 3. Quartal 2009 in Verbindung gebracht. Ein Gutachten zweier Kongress-Abgeordneter forderte ein Verbot von Avandia sowie den Stopp aller klinischen Studien.
Seit Jahren beschäftigen sich weltweit viele Diabetes-Studien damit, einen Impfstoff gegen die Stoffwechselerkrankung zu entwickeln. Verschiedene Etappenerfolge an Versuchtieren konnten bereits verzeichnet werden. Aktuell haben kanadische Wissenschaftler bei Versuchen mit Mäusen einen neuen Impfstoff entwickelt, der aus kleinen Nanopartikeln besteht. Er unterstützt die Immunzellen gegen den Diabetes und soll danach bei den Versuchstieren die Entwicklung des Typ-1-Diabetes mellitus verhindern.
Zwei große internationale Studien haben neue genetische Varianten gefunden, die zur Entstehung von Diabetes Typ-2 beitragen. Ein neuer Meilenstein in der Erforschung von Diabestes so das Urteil von Prof. Dr. Stefan Bornstein Direktor der Medizinischen Klinik Dresden. Langfristig betrachtet tragen diese Ergebnisse zu einer besseren Prävention und Therapie des Diabetes Typ-2 bei.
Die ACCORD-Studie, eine große Typ-2-Diabetes Studie aus den USA, hat in den letzten Jahren bereits viel Aufsehen erregt. Beginn der Studie war 2001, das Ende war für 2010 geplant. Der erste Forschungsbereich der dreiteiligen Studie wurde aber bereits im Jahr 2007 aufgrund einer hohen Rate an Todesfällen gestoppt. Ergebnisse des zweiten und dritten Teils liegen inzwischen vor. Bei all dem Aufsehen, für das die Studie gesorgt hat, bleibt ein interessantes Ergebnis, dass der Arzneistoff Fenofibrat Patienten mit einer Fettstoffwechselstörung verschiedene Vorteile bietet.
Eine erste Patientin in Deutschland könnte demnächst von einer neuen Therapiemethode gegen Diabetes profitieren. Bei der dreijährigen Sonja wurde im Februar 2008 ein Typ-1 Diabetes festgestellt. Dies war zunächst ein Schock für die Eltern, aber eine neue Diabetes-Studie an der Technischen Universität München gibt Hoffnung. Die Studie setzt das eigene Nabelschnurblut im Kampf gegen den Diabetes ein.
Laut einer Vielzahl von Leitlinien der Diabetologie ist das Hauptdiabetestherapieziel das Senken des Glukosespiegels auf einen Normalwert. Dies ist aber anscheinend nicht so unproblematisch wie bisher angenommen wurde. Vermehrt zeigen Studien, dass ein zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) ebenso kritisch sein kann wie ein zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie).
Der Wirkstoff Flibanserin ist vor einiger Zeit als Mittel gegen Depressionen gefloppt. Nun will die Herstellerfirma Boehringer-Ingelheim jedoch festgestellt haben, dass das Mittel sexuelles Lustempfinden bei Frauen steigert. Die Frage, die sich hier stellt: Ist Flibanserin jetzt das neue Viagra für die Frau?