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Forschungsstandards

Arabische Länder orientieren sich an deutschen Standards im Kampf gegen Diabetes

©Rolf van Melis/ Pixelio Die deutsche Diabetes-Forschung wird offenbar zunehmend interessanter für die Mediziner der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Medienberichten zufolge zeigen arabische Diabetologen ein reges Interesse für die bei uns entwickelten Therapienformen – insbesondere solcher aus Mecklenburg-Vorpommern.

Diabetes hat längst den Status einer globalen Epidemie erreicht. Allein in den Arabischen Emiraten leidet mindestens ein Viertel der Bevölkerung an der tückischen Stoffwechselerkrankung. Zahlreiche heimische Ärzte - so das Gesundheitsamt in Dubai - gehen jedoch davon aus, dass die Erkrankungsrate die 50 Prozent Marke längst überschritten habe. Die arabische Gesundheitspolitik plant dieser ausufernden Entwicklung entgegenzuwirken - mit neuer Technik aus Deutschland.

Diabetes-Rate in der Golf-Region nimmt spürbar zu

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Diabeteserkrankung zu einem gesundheitspolitischen Problem ersten Ranges für die Länder des Nahen- und Mittleren Ostens ausgewachsen. Vor allem aber stellt die Krankheit eine sozioökonomische Kraftanstrengung dar. Denn: Eines der größten Probleme im arabischen Raum ist das Übergewicht aufgrund ungesunder Ernährungsgewohnheiten und als Folge der mangelnden körperlichen Bewegung. Der daraus resultierende Zuwachs an Diabetikern verschlingt seit Jahren einen Großteil des nationalen Gesundheitsbudgets. Forscher sehen die Ursachen ebenfalls im stetigen Bevölkerungswachstum, der Verstädterung als auch der zunehmend älter werdenden Bevölkerung. Momentan leiden gut 3,5 Millionen Araber unter Diabetes mellitus und dessen Folgeerkrankungen. Gemessen am jetzigen Entwicklungsstand ist die Golf-Region für einen weiteren Anstieg der Erkrankten besonders prädestiniert.

Mecklenburg-Vorpommern als erste Adresse für arabische Diabetologen

Die individuelle und wirtschaftliche Belastung aufgrund von Diabetes mellitus im arabischen Raum könnte durch Investitionen in die Prävention, besonders auch durch Früherkennung zur Vermeidung diabetischer Komplikationen deutlich reduziert werden. Eine begleitende Partnerregion auf diesem Weg scheint derweil aus Deutschland zu kommen. So entwickelt sich Mecklenburg-Vorpommern zum Exporteur ersten Ranges im puncto neuer Therapieansätze im Bereich Diabetes. Die arabischen Mediziner schätzen insbesondere das Engagement des Bundeslandes bei der Implementierung des Diabetesmanagements. Damit erntet Mecklenburg-Vorpommern, das zum Gesundheitsland Nummer eins avancieren möchte, erste sichtbare Erfolge. Tatsächlich zählt der hiesige Gesundheits- und Wellness-Sektor heute zu den modernsten und leistungsfähigsten in Europa.

Die Messe „Arab Health“ soll die deutsch-arabische Kooperation verstärken 

Viele Patienten in den Emiraten, die es sich leisten können, lassen sich derzeit in der westlichen Welt behandeln. Rund 70 Prozent bevorzugen dabei Deutschland.  Nicht ohne Grund fand also letzte Woche die internationalen Messe "Arab Health" in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Veranstaltung gilt insbesondere für Mecklenburg-Vorpommern als Schaufenster für diabetologische Produkte. Mit einem Handelsvolumen von rund 20 Millionen Euro gehören die Vereinigten Arabischen Emirate zu einem der wichtigsten Handelspartner in dem nördlichen Bundesland. Die Arab Health ist darüber hinaus auch der wichtigste Marktplatz der Branche für den asiatischen Raum.

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