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DiMelli-Studie

Studie zur Ursachenforschung von Diabetes im Kindes- und Jugendalter

Eine neue Studie erfasst nicht nur die Daten ihrer Teilnehmer, sondern archiviert auch deren Blutproben. Die DiMelli-Studie beschäftigt sich mit dem Vergleich und Aufzeichnen der Veränderung von Erscheinungsbildern von Typ-1- und Typ-2-Diabetes im Kindes- und Jugendalter unter 20. Die Laufzeit der Studie ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Die DiMelli-Studie hat sich zum Ziel gesetzt, Häufigkeit und die Entstehungsbedingungen von Diabetes bei Kindern und jungen Erwachsenen zu ermitteln. In diesem Zusammenhang beschäftigt sie sich unter anderem mit den Auswirkungen von Übergewicht und sozioökonomischen Faktoren auf die Entwicklung eines Diabetes mellitus. Die DiMelli-Studie ist dabei das erste Diabetesregister Deutschlands, das Blutproben zu Untersuchungszwecken archiviert.

Der Inhalt der DiMelli-Studie

DiMelli ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München (TUM) unter der Leitung von Prof. Anette-Gabriele Ziegler. Fördergelder werden zunächst vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bezogen. Die Studie ist eines von insgesamt 24 Teilprojekten im krankheitsbezogenen Kompetenznetz Diabetes. Sie richtet sich bayernweit an Kinder und Jugendliche unter 20 Jahre mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus. Die Häufigkeit von Typ-1- und Typ-2-Diabetes sollen erfasst und mit Hilfe von klinischen und genetischen Daten sowie Laborwerten der genaue Diabetestyp des jeweiligen Teilnehmers bestimmt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung des Einflusses von arterieller Hypertonie, Fettstoffwechsel-störungen, Diabetes-assoziierten Autoimmunerkrankungen sowie sozioökonomischer Faktoren auf die Erkrankung. Diese Erkenntnisse sollen Möglichkeit schaffen, neue und verbesserte Strategien zu entwickeln, um die Anzahl der Diabeteserkrankungen langfristig zu senken.

Ziele und Froschungsfragen

Weiteres Ziel der Die DiMelli-Studie ist die Erstellung eines bayernweiten Diabetesregister mit neu manifestierten Diabetikern unter 20 Jahren. Trends und Änderungen der Diabetes-Typen 1 und 2 sowie von anderen Diabetesspeziellenformen sollen erforscht werden. Mittels einer Blutabnahme sollen Messungen an Autoantikörpern, Betazellfunktionen, Insulin-Sensitivität und Lipidprofilen sowie an Diabetes-assoziierten Genotypen durchgeführt werden. Die übrig bleibenden Blutproben werden nach einer gesonderten Einverständniserklärung in einer Biobank gelagert, um für spätere Untersuchungen über Diabetes mellitus und andere bei Diabetes häufig auftretende Folgeerkrankungen zur Verfügung zu stehen.

Ablauf und Umsetzung der Studie

Vor dem Hintergrund der ansteigenden Zahl der Diabeteserkrankten und dem Auftreten von Mischformen der beiden Diabetestypen wurden bereits die ersten Kinder und Jugendliche unter 20 Jahre mit neuaufgetretener Diabetes mellitus im DiMelli-Register erfasst. Um die auftretenden Entwicklungen zu verstehen und um ihnen entgegen zu wirken, wird den Patienten innerhalb von vier Wochen nach Diagnosestellung einmalig Blut abgenommen. Des Weiteren werden in einem Fragebogen der bisherige Krankheitsverlauf und der sozioökonomische Status erfasst.

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