Erstellt am: 12.02.2008
Letzte Änderung am: 12.02.2008
Ist ungehemmter Kaffeegenuss für Typ-2-Diabetiker vielleicht bald schon vorbei? Forscher aus den USA fanden heraus, dass Koffein den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern im Schnitt um fast zehn Prozent erhöht.
Diese Schlussfolgerungen legen die Ergebnisse der Studie des Wissenschaftlerteams um James Lane von der Duke University nahe.
Dazu untersuchten sie zehn Testpersonen näher. Die fünf Männer und fünf Frauen waren allesamt normalerweise Kaffeetrinker und hatten einen mit oralen Antidiabetika eingestellten Diabetes Typ 2. Den Studienteilnehmern wurde entweder eine Kapsel mit dem Koffeingehalt von rund vier Tassen Kaffee (500mg) oder ein Placebo verabreicht. Danach wurde über drei Tage hinweg kontinuierlich der Blutzucker gemessen.
Erhöhter Blutzuckerwert
Bei den Messungen zeigte sich, dass der mittlere Blutzuckerwert bei den Personen, die Koffein verabreicht bekamen, im Schnitt rund zehn Prozent über denen lag, die Placebo erhielten. Spitzenwerte wurden nach dem Abendessen erzielt. Hier lag der Blutzuckerwert der Koffeinkonsumenten 26 % über dem Wert der Pateinten ohne Koffein.
Nicht allgemein aussagekräftig
Ob die Ergebnisse jedoch auch auf das Trinken normalen Kaffees zu übertragen sind bleibt fraglich. Zudem ist die Stichprobe viel zu klein, um allgemeine Aussagen über den Genuss von Kaffee bei Typ-2-Diabetikern zu machen. Die Studie wurde in der Februar-Ausgabe von Diabetes Care veröffentlicht.
Autor: Thomas Kaiser
Quelle:
www.duke.edu
care.diabetesjournals.org
www.aerztezeitung.de