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Jojo-Diäten

Der Jojo-Effekt: Seine Vor- und Nachteile

Fastenzeit Für enttäuschte Dauerdiäter, die nach mehreren Gewichtsreduktionen immer wieder gegen den - als ach so ungesund deklarierten - Jojo-Effekt ankämpfen, gibt es ermutigende Nachrichten. Aktuelle Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass der Jojo-Effekt nicht so gesundheitsschädlich ist, wie bisher angenommen wurde.

Kaum ist die Diät beendet und das Traumgewicht erreicht, klettert der Zeiger der Waage unaufhaltsam wieder nach oben. Was die Betroffenen zur Weißglut bringt, bereitet Gesundheits- und Ernährungsexperten seit geraumer Zeit große Sorge, da Jojo-Diäten als sehr ungesund gelten. So predigen sie ein ums andere Mal, lieber eine gesunde Ernährungsumstellung anzustreben, anstatt immer wieder vorübergehende Radikaldiäten zu machen. Denn wer schnell und ungesund abnimmt und danach seine alten Ernährungsgewohnheiten wieder aufnimmt, den werden die zurückgelassenen Pfunde rasch wieder einholen. 

Die Jojo-Falle unter der Lupe

Radikaldiäten führen zwar kurzfristig zu der gewünschten Gewichtsreduktion, sichern jedoch langfristig nicht das Idealgewicht. Der Grund: Wird die Nahrungszufuhr auf ein Kalorienminimum reduziert, beginnt der Körper an jeglichen Stellen zu sparen. Dabei greift er jedoch in erster Linie nicht sofort auf die Fettdepots zurück, sondern zieht vielmehr wichtige Eiweiße aus unseren Muskeln und entleert die Speicher mit lebensnotwendigen Mineralstoffen und Vitaminen. Fehlen dem Körper Vitamine und Mineralstoffe, fühlen wir uns schlapp und das Immunsystem schwächelt.
Wird die Schlankheitskur dann beendet, werden dem Körper wieder ausreichend Kalorien zugeführt.
Die Gründe für die daraufhin meist folgende Zunahme sind unter anderem folgende: Zum einen sinkt nach einer Diät der Grundumsatz des leichter gewordenen Körpers. Pflegt der Betroffene also nach der Diät seine alten Ernährungsgewohnheiten, muss er nicht lange darauf warten, bis er wieder zunimmt. Zum anderen ist unserer Körper nach der ihm auferlegten Hungersnot sehr nachtragend. Um auf den nächsten Mangelzustand vorbereitete zu sein, spart und sammelt er besonders eifrig neue Vorräte und füllt somit die Depots wieder auf. Sitzen diese unliebsamen Vorräte dann wieder auf den Hüften, geht die selbstauferlegte Hungersnot meist von vorne los und ein ständiges Auf und Ab des Körpergewichts ist die Folge;  nicht jedoch wie erhofft das dauerhafte Wunschgewicht.

Lieber dauerhafte Jojo-Diät als lebenslang adipös

Immer wieder heißt es: Jojo-Diäten machen krank und sind ungesund. So werden diesen oft eine Verkürzung der Lebenszeit sowie die Schwächung des Immunsystems nachgesagt. Einige Forscher sind da jetzt andere Ansicht: Eine Studie der Universität Ohio (USA) hat sich mit dem Phänomen Jojo-Effekt beschäftigt und Labormäuse beobachtet, die sie lebenslang abwechselnd auf Diät und dann wieder auf fettreiche Kost gesetzt haben. Trotz des dauerhaft schwankenden Gewichts wurden die Tiere fast genauso alt wie die Vergleichsgruppe der Labormäuse, die ihr ganzes Leben fettarm ernährt wurden. Nach Aussage der Forscher betrug die durchschnittliche Lebensdauer normaler Mäuse 2,09 Jahren, die der "Jojo-Mäuse" rund 2,04 Jahre. Weitaus schlechter haben adipöse Versuchsmäuse abgeschlossen, die dauerhaft mit einer fettreichen Kost gefüttert wurden. Diese lebten dagegen nur 1,5 Jahre – also deutlich kürzer als die anderen Tiere. So scheint das Fazit lapidar gesagt: Besser dauerhaft eine Jojo-Diät halten, als ständig zu dick sein. Und auch Forscher um Edward List vom Edison Biotechnology Institute in Athens/Ohio vermuten, dass Jojo-Diäten bei weitem nicht so ungesund sind, wie bisher immer behauptet wird. Dennoch bleibt wie so häufig ungeklärt, ob sich die Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen.

Der Ausweg

Der bislang altbewährte, einzig wahre Ausweg aus der Diät-Jojo-Falle ist zu aller erst die dauerhafte Ernährungsumstellung auf eine ausgewogene, kalorienreduzierte Kost. Um das Gewicht langfristig zu halten, sollte darüber hinaus der Kalorienverbrauch gesteigert werden. Das kann durch Sport oder Bewegung jeglicher Art erreicht werden. Denn zusätzlicher Ausdauersport schützt nicht nur die Muskulatur und verbraucht Energie, er geht auch an die Fettreserven und verhindert deren erneute Einlagerung.

Eins muss jedoch jedem Betroffenen, der frisch abgenommen hat, bewusst sein: Dem Jojo-Effekt dauerhaft entkommen kann nur der, der nie wieder in seine alten Ernährungsgewohnheiten zurückfällt und nicht wieder so iss und lebt wie vor der Diät.

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