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Typ-2-Diabetes

Abnehmen beugt Entstehung von Typ-2-Diabetes vor

Abnehmen Bluthochdruck, Übergewicht und ein hoher Cholesterin-Spiegel beschleunigen die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. Ein finnisches Expertenteam hat jetzt entdeckt, dass eine kontrollierte Gewichtsabnahme die Aktivität von Genen bremst, die für Diabetes fördernde Entzündungsprozesse im Körper verantwortlich sind.

Wenn zum Risikofaktor Übergewicht noch zwei weitere Erkrankungen wie etwa Bluthochdruck, Insulinresistenz oder ein ungünstiger Cholesterinspiegel hinzukommen, liegt das so genannte „metabolische Syndrom“ vor. Das Wort „metabolisch“ bedeutet soviel wie den Stoffwechsel betreffend. Wenn der menschliche Stoffwechsel durch mehrere der genannten Erkrankungen beeinträchtigt wird, dann führt das langfristig dazu, dass sich Ablagerungen in den Blutbahnen des Betroffenen sammeln und diese verschließen (Arteriosklerose). Im Laufe seines Lebens wird der Patient deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Herz-/Kreislauferkrankung erleiden. Insulinresistenz, Fettleibigkeit und erhöhter Blutzuckerspiegel sind außerdem die Vorboten eines Typ-2-Diabetes.

Was tun gegen das metabolische Syndrom?

Ein Team aus Wissenschaftlern der finnischen Universität Kuopio hat jetzt in einer kleinen Pilotstudie gezeigt, dass eine kontrollierte Gewichtsabnahme wesentlich zur Verhinderung eines Typ-2-Diabetes beiträgt. Schon seit einigen Jahren weiß man, dass dauerhafte und unterschwellig verlaufende Entzündungsprozesse im Körper für das Diabetes- und Herz-Kreislauf-Risiko eine wichtige Rolle spielen. Wenn man nun eine Diät macht, so wird die Aktivität jener Gene, die diese Entzündungsprozesse befördern, deutlich gehemmt.

Diät verhindert Entstehung von Typ-2-Diabetes

Die finnischen Wissenschaftler führten eine Pilotstudie mit 34 stark übergewichtigen Personen im Alter von 40 bis 70 Jahren durch. Abgesehen von ihrer Fettleibigkeit hatten alle Teilnehmer der Studie bereits eine gestörte Glukosetoleranz oder dauerhaft einen zu hohen Nüchternblutzucker. Zusätzlich litten alle Studienteilnehmer noch unter einer weiteren Erkrankung des metabolischen Syndroms. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe machte die nächsten 33 Wochen eine Diät, bei der die Teilnehmer neben Ernährungsberatung auch ein Tagebuch erhielten, worin sie ihre Essgewohnheiten minutiös eintrugen. Ab Woche 12 musste die bis dahin erreichte Gewichtsabnahme von den Mitgliedern der ersten Gruppe mindestens gehalten werden. In Folge dessen sank der Body-Mass-Index (BMI) der Teilnehmer von 33,0 auf 31,5 Kilogramm pro Quadratmeter. Im Schnitt konnte die Gruppe 1 ihr Gewicht von 93,0 auf 88,4 Kg senken und der Bauchumfang nahm um durchschnittlich 4,3 cm ab. Die Gruppe 2 diente als Kontrollgruppe und musste weder ihr Gewicht noch ihren Lebensstil ändern. BMI, Gewicht und Taillenumfang blieben gleich.

Abspecken für mehr Lebensqualität

Die Forscher untersuchten zu Beginn der Studie und am Ende das Blut aller 34 Teilnehmer. Im Vergleich zeigte sich, dass die Diätgruppe eine deutliche Verbesserung ihrer Insulinempfindlichkeit erreicht hatte. Die Diabetes fördernde Insulinresistenz, unter der alle Teilnehmer zu Studienbeginn gelitten hatten, wurde durch die Gewichtsabnahme zurückgedrängt. Als nächstes analysierten die Finnen auch die Entzündung fördernden Gene. Diese werden durch einen Eiweißkomplex aktiviert, der Entzündungsprozesse im Körper beeinflusst und mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Durch die Gewichtsabnahme wurde die Aktivität dieses Eiweißkomplexes und somit auch die der Gene deutlich eingeschränkt. Mit der Diät verringerten die Studienteilnehmer jedoch nicht nur ihr Risiko an einem Herzinfarkt oder Typ-2-Diabetes zu erkranken, der Gewichtsverlust motivierte auch viele zu einem aktiveren und glücklicheren Leben.

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