Erstellt am: 25.04.2008
Letzte Änderung am: 25.04.2008
Mandeln eignen sich vorzüglich für Mehlspeisen, zur Herstellung von gebrannten Mandeln, Likören und Marzipan oder im Stundentenfutter. Dabei schmecken sie nicht nur lecker, sondern sind durch ihre vielen Vitamine und Ballaststoffe auch gesund.
Dies alles ist schon länger bekannt. Forscher haben jedoch kürzlich entdeckt, dass der Genuss von Mandeln sogar positiven Einfluss auf die Blutzuckerwerte haben kann. Neue Studien belegen nämlich, dass Mandeln neben ihren vielen anderen Talenten auch Schwankungen des Blutzuckerspiegels ausbalancieren können. Sie schonen damit den Stoffwechsel und schützen außerdem die Kreislauforgane.
Seit über 4000 Jahren kultiviert
Der Mandelbaum hat eine Jahrtausend alte Geschichte. Heute wird er hauptsächlich in den Vereinigten Staaten und im Mittelmeer angebaut. Man unterscheidet zwischen der süßen Mandel und der bitteren Mandel. Süße Mandeln haben eine zimtbraune, raue Haut. Bittere Mandeln sind zum Rohgenuss nicht geeignet, da sie Amygdalin, ein blausäurehaltiges Glykosid, enthalten.
Gesund und bekömmlich
Mandeln enthalten reichlich ungesättigte Fettsäuren und wirken sich somit günstig auf die Blutfettwerte aus. Außerdem sind sie reich an Vitamin E, das freie Radikale, aggressive Stoffwechselprodukte im Körper, unschädlich machen kann. Beide Effekte beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Die positive Wirkung auf das Blutgefäßsystem bestätigt Professor Dr. Hans-Konrad Biesalski, Leiter des Instituts für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften in Hohenheim: „Neben pflanzlichen Ölen sind Mandeln die beste und reichste Quelle an Vitamin E, von dem wir wissen, dass es die Vorbeugung koronarer Herzerkrankungen unterstützen kann."
Mandeln gegen Diabetes
Kanadische Wissenschaftler haben nun den Verzehr von Mandeln als eine weitere Maßnahme gegen Diabetes entdeckt. Die Forscher gaben gesunden Testpersonen verschiedene Mahlzeiten zu essen, die auf einen vergleichbaren Gehalt an Kohlehydraten, Eiweiß und Fett eingestellt waren, und verglichen anschließend die Blutzuckerwerte. Sie fanden heraus, dass der Zuckerwert im Blut viel weniger anstieg, wenn die Testmahlzeit neben schnell verwertbaren Kohlehydraten wie etwa Weißbrot auch Mandeln enthielt. Der Verzehr von Mandeln führte zu einer deutlich geringeren Belastung des Zuckerstoffwechsels.
Einziger Wermutstropfen bei dieser Geschichte: wie alle Nüsse haben Mandeln einen hohen Fettanteil und sollten deshalb in Maßen genossen werden.
Autor: Carolin Bunge
Quelle:
www.onmeda.de
www.wikipedia.de