Erstellt am: 01.04.2008
Letzte Änderung am: 01.04.2008
Mineralstoffe sind in Mineralien vorkommende anorganische Stoffe, die wichtige Bestandteile des Körpers sind. Liegen sie in größeren Mengen vor (z.B. Calcium in Knochen), heißen sie Mengenelemente (ab 50 mg pro kg Körpergewicht). Kommen sie in kleineren Mengen vor (weniger als 50 mg pro kg Körpergewicht), heißen sie Spurenelemente.
Im Alltagsgebrauch spricht man von den Elementen (z.B. Natrium, Chlor), obwohl die Mineralstoffe fast überhaupt nicht in elementarer Form im Körper vorkommen. Elementares Natrium ist ein Metall, das sofort mit dem Wasser und anderen Bestandteilen des Körpers heftig chemisch reagieren würde, Chlor ist ein Gas, welches ebenfalls giftig ist. In unserem Körper kommen die Mineralstoffe als Bestandteil chemischer Verbindungen vor, wie z.B. Salze. Bei einem Salz wird aus den gefährlichen Natrium und Chlor z.B. eine lebenswichtige chemisch stabile Verbindung, das Natriumchlorid, unser Kochsalz, eine 1:1 Kombination aus positiv geladenen Natrium-Ionen und negativ geladenen Chlorid-Ionen.
Mineralstoffe haben vielfältige Funktionen im Körper. Sie bereiten das Meerwasser-ähnliche Milieu, das unsere Zellen zum Leben benötigen. Sie binden an viele Körperstrukturen (meistens Eiweiße) und beeinflussen deren Form und Funktion, und sie sind wichtige Strukturelemente der Knochen.
Mengenelemente
Calcium (Chemisches Symbol: Ca), Chlor (Chemisches Symbol: Cl), Kalium (Chemisches Symbol: K), Magnesium (Chemisches Symbol: Mg), Phosphor (Chemisches Symbol: P), Schwefel (Chemisches Symbol: S), Natrium (Chemisches Symbol: Na).
Spurenelemente
Arsen (Chemisches Symbol: As), Chrom (Chemisches Symbol: Cr) ,Eisen (Chemisches Symbol: Fe), Fluor (Chemisches Symbol: F), Jod (Chemisches Symbol: I), Cobalt (Chemisches Symbol: Co), Kupfer (Chemisches Symbol: Cu), Mangan (Chemisches Symbol: Mn), Molybdän (Chemisches Symbol: Mo), Selen (Chemisches Symbol: Se), Vanadium (Chemisches Symbol: V), Zink (Chemisches Symbol: Zn), Zinn (Chemisches Symbol: Sn).
Untersuchungen zum Mineralstoffstatus bei Personen mit Typ-2-Diabetes haben ergeben, dass auch in der westlichen Welt ein Mangel für manche Mineralstoffe bei einem Teil der untersuchten Personen besteht. Diese Befunde beruhen nicht auf dem Nachweis einer klassischen mit Mineralstoffmangel einhergehenden schweren Gesundheitsstörung sondern auf Messungen des Blutspiegels. Dabei ergaben sich für die Mineralstoffe Magnesium, Zink, Chrom durchschnittlich niedrigere Spiegel bei Typ-2-Diabetes oder Metabolischem Syndrom als bei Kontrollpersonen. Die Gründe für den Mangel an Mineralstoffen sind zum einen eine altersabhängige geringere Aufnahme von relevanten Lebensmitteln wie Gemüse und Obst, aber auch ein höherer Bedarf bei Typ-2-Diabetes bzw. eine stärkere Ausscheidung über die Niere bei dieser Erkrankung, wie z.B. bei Zink (korrekt: Zink-Ionen bzw. Zinksalze, s.o.).
Bei Selen existiert ein genereller Mangel in Europa, aber nicht in Nordamerika. In Europa sind die Böden arm an Selen, wir nehmen daher mit unseren pflanzlichen Lebensmitteln, besonders Getreide, zu wenig Selen auf. Der Selenmangel ist daher nicht spezifisch für Diabetes.
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