Erstellt am: 26.06.2009
Letzte Änderung am: 26.06.2009
Ein gewöhnlicher Typ-1-Diabetes entsteht aufgrund einer Autoimmunreaktion des menschlichen Körpers. Ein solcher Autoimmunprozess wird ausgelöst dadurch, dass das Abwehrsystem (Immunsystem) des menschlichen Körpers ein eigenes Organ fälschlicherweise als schädlichen „Fremdkörper“ betrachtet und mit seinen T-Zellen angreift. Die T-Zellen haben in einem gesunden Körper die Aufgabe alle schädlichen Eindringlinge wie Viren und Bakterien auszuschalten. Im Körper eines Menschen mit Diabetes haben die T-Zellen irrigerweise die Bauchspeicheldrüse als „Fremdkörper“ angegriffen und mit ihr die Insulin produzierenden Inselzellen zerstört. Deshalb kann der Körper eines Typ-1-Diabetikers gar kein oder nur noch sehr wenig Insulin selbst herstellen.
Anders als Typ-1-Diabetiker weisen Menschen mit einem idiopathischen Diabetes keine so genannten Autoimmunprozesse auf. Die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse eines Typ-1b-Diabetikers sind zwar auch zerstört, jedoch nicht durch das körpereigene Immunsystem. Die Ursache für die Zerstörung der Inselzellen kann hier häufig nicht geklärt werden. Die Symptome sind jedoch ähnlich denen eines Typ-1-Diabetikers: Ein absoluter Insulinmangel, der sich durch Hunger, Durst, Harndrang, Schwitzen, Schwindel und Bewusstseinstrübungen äußert. Typ-1b-Diabetiker benötigen deshalb ebenso Insulin von außen wie Typ-1-Diabetiker, andernfalls würden sie früher oder später eine Hyperglykämie (Überzuckerung des Blutes) erleiden. Ein Typ-1b-Diabetes ist in Europa relativ selten. Im afrikanischen und asiatischen Raum kommt die idiopathische Form des Diabetes häufiger vor. Die Vererbung spielt in diesen Fällen offenbar eine bedeutende Rolle.
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