Erstellt am: 23.11.2011
Letzte Änderung am: 23.11.2011
Das deutsche Lieblingsgetränk „Kaffee“ ist wieder einmal in den Fokus des Forschungsinteresses gerückt. Nachdem das beliebte Bohnengetränk lange Zeit reichlich schlechte Kritik geerntet hat, entdeckten Wissenschaftler aktuell einen bislang unbekannten positiven Nebeneffekt: Laut neuester Forschung erkranken Kaffeetrinker seltener an Depressionen. Publizierte Studien berichteten bereits von Ergebnissen, die Wissenschaftler darauf schließen ließen, dass ein regelmäßiger Kaffeekonsum die Krankheit Diabetes mellitus positiv beeinflussen kann. Die Forscher hatten festgestellt, dass die Insulinempfindlichkeit durch einen dauerhaften Kaffeekonsum steigen und damit das Risiko für die Entwicklung eines Prä-Diabetes oder Typ-2-Diabetes sinken würde. Neue Studienerkenntnisse stützen die Annahme, dass ein regelmäßiger Kaffeekonsum vor Depressionen schützen kann.
Mit Kaffe gegen Depressionen?!
Depressionen gehen mit der Zuckerkrankheit oft Hand-in-Hand, so können Diabetiker vielleicht gleich doppelt vom dem Kaffeegenuss profitieren. Das Magazin Diabetes Ratgeber berichtet von einer amerikanischen Studien: Die Forscher werteten von tausenden Krankenschwestern Daten aus, die einen auffälligen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Depressionsrisiko aufzeigten und teilten mit, dass Frauen die mehrere Tassen koffeinhaltigen Kaffee tranken deutlich seltener an einer Depression erkrankten, als die andere Gruppe. Eine statistische Hochrechnung ergab, dass Frauen, die täglich mindestens 550 Milligramm Koffein konsumierten, ein 20 Prozent niedrigeres Risiko für eine Depression aufwiesen als Frauen, die weniger als 100 Milligramm aufnahmen.
Auch wenn die Aussagekraft der Studie noch zu gering ist, um Empfehlungen auszusprechen, kann das Ergebnis vielleicht den Einen oder Anderen diabetischen Kaffeeliebhaber erfreuen und positiv stimmen; was den Effekt folglich verstärken würde.
Vom zweifelhaften Ruf des Kaffeegenusses
Bereits Anfang des 11. Jahrhunderts wurde die Bohne zum ersten Mal schriftlich im Zusammenhang mit seinem Gebrauch als Heilmittel erwähnt. Seit dem hat sich ihr Ansehen vielfach geändert. Wurde die Bohne einst als Heilmittel und Muntermacher hochgeschätzt, bekam sie Jahre später einem vorwiegend negativen Ruf. Auslöser war der Hauptwirkstoff Koffein, der auch heute, je nach Forschungsansicht, immer noch im Verdacht steht den Insulinspiegel, Blutdruck und die Blutzuckerwerte zu erhöhen und damit das Herz-Kreislaufsystem zu schädigen. Laut Forschungsergebnissen kann der Süchtigmacher Koffein Nebenwirkungen wie Nervosität und Zittern oder Schlaflosigkeit verursachen.
Andere Forschungsansätze konnten jedoch wieder positive Seiten der Bohne aufzeigen. Beispielsweise berichteten australische Forscher, dass bereits drei bis vier Tassen täglich das Risiko an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken reduzieren könne. Über weitere Studien im Zusammenhang mit der Krankheit Diabetes haben wir im vergangenen Jahr berichtet.
Woher der Kaffe stammt
Die Kaffeebohne ist eine uralte Pflanze. Weltweit gibt es schätzungsweise 90 verschiedene Gattungen von Kaffeebäumen. Die beiden beliebtesten und am meisten angebauten Kaffeearten sind der Coffea Arabica und der Coffea Canephora (hiervon ist die Coffea Robusta eine Varietät). Rund 30 Prozent und damit der größte Teil des importierten Rohkaffees wird im brasilianischen Hochland angebaut, da dort die optimalen Bedingungen für den beliebten Kaffee herrschen.