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Diabetesrisikofaktor

Schlechter Schlaf erhöht Diabetesrisiko

© Rolf van Melis/ pixelio Guter Schlaf ist für einen gesunden Organismus und funktionierenden Stoffwechsel Grundvoraussetzung. Viele Studien haben bereits belegt, dass das Risiko einen Diabetes zu bekommen mit der Tiefe und Schlafdauer zusammenhängt. Zu lange oder kurze Schlafphasen sowie kontinuierliche Schlafstörungen bringen zahlreiche unerwünschte Veränderungen der Stoffwechselaktivitäten mit sich. Diese wiederum können die Entstehung eines Diabetes mellitus fördern.

Der menschliche Stoffwechsel ist sehr empfindlich, wenn die empfohlenen Schlafzeiten zwischen sieben und acht Stunden nicht eingehalten werden. Wie Experten herausgefunden haben, hat eine kontinuierliche Schlafdauer von weniger als sieben Stunden pro Nacht negative Auswirkungen auf das Gehirn und den Körper. Umgekehrt werden für Körper und Stoffwechsel schädliche Folgen nachgesagt, wenn die Schlafphase dauerhaft acht Stunden pro Nacht übersteigt. Informationen der Studie der US-Wissenschaftler von der State University in New York zufolge ist das Risiko für Menschen die täglich weniger als fünf Stunden schlafen einen Diabetes mellitus zubekommen ebenso hoch wie für Menschen die Nacht für Nacht länger als acht Stunden schlafen.

Schlafdauer und Diabetesrisiko untersucht

Die Pennsylvania State University in den USA führte mit mehr als 1.700 Teilnehmern eine genaue Schlafanalyse im Schlaflabor durch und untersuchte die Beziehung zwischen Schlafdauer und Diabetes-Diagnose. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass chronische Schlaflosigkeit sowie eine zu kurze Schlafdauer mit weniger als fünf Stunden pro Nacht ein hohes Diabetesrisiko zur Folge haben.

Kürzere Schlafphasen ziehen eine verringerte Glukosetoleranz nach sich und verursachen eine erhöhte Cortisolkonzentration im Blut. Ergebnisse verschiedener Untersuchungen haben gezeigt, dass eine geringe Glukosetoleranz einen Risikofaktor für den Diabetes mellitus Typ-2 darstellt. Laut Forschung kann langfristiger Schlafmangel mit weniger als fünf bis sechs Stunden pro Nacht einen 40 prozentigen Abfall der Glukosetoleranz verursachen.

Eine Finnische Diabetes Präventionsstudie untersuchte 522 Teilnehmer im Alter von 40 - 64 Jahren mit einer gestörten Glukosetoleranz, dem Vorstadium des Typ-2-Diabetes. Die Schlafdauer und die Aktivitäten der vorausgegangenen 24 Stunden wurden genau berücksichtigt. Die Kontrollgruppe zeigte, dass ein zu langer Schlaf, von über neuen Stunden, im Vergleich zu dem von Personen, die nur sieben bis ca. acht Stunden schliefen, zu einer Verdopplung des Diabetesrisikos führte.

Ähnliche Ergebnisse bereits 2005

Wissenschaftler der State University in New York haben bereits im Jahr 2005 in einer bundesweiten Gesundheitserhebung mit mehr als 29 000 Amerikanern eine Studie über ihre Lebensgewohnheiten durchgeführt. Sie erforschten dabei, inwieweit die Schlafdauer mit einer Störung des Nüchternblutzuckers zusammenhängt. Mögliche Einflussfaktoren wie Alter, Body-Mass-Index, Glukose- und Insulin-Konzentrationen, Herzfrequenz, Bluthochdruck, familiäre Anlagen für Diabetes und Symptome für Depressionen wurden bei der Erhebung der Daten berücksichtigt. Das Resultat für Langschläfer war eine 1,48 erhöhte Wahrscheinlichkeit einen Diabetes zu bekommen. Für extreme Kurzschläfer erhöhte sich laut Berechnung das Risiko auf 1,24. So zeigen auch diese Ergebnisse, wie eng das Risiko einen Diabetes mellitus zu bekommen mit der Schlafdauer zusammenhängen.

Auch unruhiger Schlaf ist schädlich

Bisher wurden aber nicht nur die Schlafphasen von Kurz- und Langschläfern im Bezug auf das Diabetesrisiko untersucht. Forscher der University of Chicago haben herausgefunden, dass ein nicht durchgehender, unruhiger Schlaf den Körper ebenso schädigen kann. Demnach schadet eine unterbrochene Schlafphase der Fähigkeit des Körpers, den Blutzucker zu regulieren und die Wahrscheinlichkeit an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Laut der Forschergruppe um Dr. Tasali sei es nicht einmal notwendig gänzlich aufzuwachen, da die Schlafphase bereits durch leichten Lärm so gestört sei. Die Gruppe aus Chicago wies nach, dass bereits nach drei Nächten mit Schlafstörungen die Fähigkeit des Körpers, den Blutzucker zu regulieren im Vergleich zu einem gesunden Schlafverhalten um 25 Prozent abnahm.

Das Fazit dieser Studien scheint ganz eindeutig: Wer schlecht, zu viel oder zu wenig schläft, fördert möglicherweise das Risiko für Typ-2-Diabetes. Eine gute Präventionsmaßnahme vor der Erkrankung scheint somit ein gesunder Tiefschlaf mit einer Dauer von sieben bis acht Stunden zu sein.

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