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Olympia

Olympiasieg trotz Diabetes

Seit gestern ist Matthias Steiner der stärkste Mann der Welt – und das mit Diabetes Mellitus. Der gebürtige Österreicher mit deutschem Pass gewann in Peking Olympiagold im Zweikampf des Gewichthebens der Superschwergewichtler und ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie viel man trotz der Stoffwechselerkrankung erreichen kann.

Bei einem Sport wie dem Gewichtheben, wo Ernährung und das eigene Körpergewicht eine immens große Rolle spielen, ist diese Leistung in Anbetracht der schwer einzustellenden Stoffwechselsituation noch besonders zu bewerten.

Schocknachricht zum Geburtstag

Matthias Steiner leidet an Typ-1-Diabetes und erfuhr ausgerechnet an seinem 18. Geburtstag von seiner Erkrankung. Das etwas nicht stimmte, merkten er und sein Umfeld spätestens daran, dass der junge Gewichtheber trotz Aufbautrainings und Ernährungsplan rapide an Gewicht verlor. Zuerst brach für Steiner eine Welt zusammen, doch nach dem anfänglichen Schock rappelte er sich auf, zu groß war die Liebe für das Gewichtheben.

Lage im Griff

Heute hat sich Steiner mit der Situation der eigenen Erkrankung offensichtlich bestens arrangiert. Der Olympiasieg ist der beste Beweis. Dennoch gibt Steiner zu, dass es bisweilen schwierig mit der Zuckererkrankung ist. Gewichtheben ist eine Schnellkraftsportart und erfordert eine unheimlich schnelle Reaktion. Sollte der Zucker zu hoch sein, wird das Blut dicker und die Reaktion zu langsam. Wenn er zu niedrig ist, hat man gar keine Kontrolle über den Körper. Steiner muss im Wettkampf optimal eingestellt sein. Gestern scheint dies der Fall gewesen zu sein.

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