Erstellt am: 21.08.2007
Letzte Änderung am: 21.08.2007
Bei Gingivitis handelt es sich um eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleischs.
Bei Gingivitis handelt es sich um eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleischs.
Gingivitis ist abgeleitet vom lateinischen Begriff für Zahnfleisch: Gingiva. Die Hauptursache für die Entstehung dieser Entzündung ist nicht entfernter Plaque am Zahnfleischsaum.
Die Plaque-Bakterien produzieren bestimmte Stoffwechselprodukte, die das Zahnfleisch reizen. Optisch ist eine Reizung an Rötungen des sonst blass -rosa farbenen Zahnfleischs, sowie an Schwellungen und Blutungen bei Berührung, etwa beim Zähneputzen, zu erkennen.
In 10 bis 15 Prozent aller Fälle entwickelt sich die unbehandelte Gingivitis zu einer Parodontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Dann ist nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der gesamte Zahnhalteapparat von der Entzündung betroffen. Eine unbehandelte Parodontitis kann letztendlich zum Zahnausfall führen, da die betroffenen Zähne durch das geschwächte Zahnfleisch nicht länger an ihrem Platz gehalten werden können.
Gingivitis ist jedoch selbst im chronischen Stadium noch reversibel. Dazu muss man sich zweimal jährlich beim Zahnarzt einer professionellen Reinigung unterziehen. Darüber hinaus ist jedoch auch die tägliche Reinigung und Pflege der Zähne zu Hause äußerst wichtig. Die Verwendung von Zahnseide, Mundspülungen und Interdentalbürsten wird daher dringend empfohlen.
Diabetiker sind von dieser Krankheit besonders häufig betroffen: Der menschliche Körper reagiert bei einer Entzündung üblicherweise mit verstärkter Durchblutung. Dadurch können die Abbauprodukte der Bakterien abtransportiert werden. Bei einem schlecht eingestellten Diabetes lässt sich die Durchblutung aber nicht mehr steigern und die Bakterien können sich im idealen Klima des Mundraumes relativ schnell vermehren.
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