Erstellt am: 09.01.2007
Letzte Änderung am: 09.01.2007
Die nach dem Namensgeber Alois Alzheimer benannte Erkrankung ist die häufigste Form der Demenz, bei welcher nach und nach immer mehr wichtige Verknüpfungen (Synapsen) zwischen den Nervenzellen im Gehirn verloren gehen. Der Alltag fällt zunehmend schwer, am Ende steht die Pflegebedürftigkeit bis hin zum Tod.
Alzheimer entwickelt sich über mehrere Stadien hinweg. Gedächtnis, Intelligenz und Verhalten werden immer mehr beeinträchtigt. Im Endstadium werden auch nahe stehende Personen nicht mehr erkannt; organische Funktionen wie Gang, Blasentätigkeit und Schluckfunktion sind zunehmend beeinträchtigt. Viele Patienten sterben letzten Endes an einer damit verbundenen Folgeerkrankung.
Bei Alzheimer lagern sich bestimmte Proteine (Eiweiße) im Gehirn ab. Zudem liegt ein Mangel an einigen Botenstoffen vor, die für die Kommunikation zwischen einzelnen Nervenzellen zuständig sind. Faktoren wie Kopfverletzungen, bestimmte Grunderkrankungen, aber auch eine genetische Veranlagung können den Ausbruch begünstigen. Zudem wird vermutet, dass eine Insulinresistenz ein Risikofaktor für Alzheimer ist. Eine Heilung ist bisher nicht möglich, jedoch kann das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden. Daher ist es besonders wichtig, Alzheimer schon frühzeitig zu erkennen.
Weiterführende Informationen:
Autor: Wiebke Raue
Quelle:
www.br-online.de
www.diabetesfachportal.de
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 260. Auflage