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Je dicker, desto dümmer?

Je dicker, desto dümmer?

Bild: Kinderhilfe Tschernobyl e.V. Viele Menschen mit Diabetes haben mit Übergewicht zu kämpfen. Dieses steht nicht selten in Zusammenhang mit einem schlechten Gedächtnis. Zu viele Kilo wirken sich negativ auf den Blutdruck aus - Gedächtnisstörungen können die Folge sein. Zudem wurde nachgewiesen, dass das hierbei in hohem Maße vorhandene Hormon Leptin das Denkvermögen beeinflusst.

Jedes Pfund zu viel bedeutet eine erhebliche Belastung für den Körper, insbesondere für das Herz-Kreislaufsystem. Je höher das Gewicht, desto höher auch die Menge des Blutes. Dies hat zur Folge, dass das Herz Mehrarbeit leisten muss - der Blutdruck steigt.
Unter diesem Effekt wiederum hat auch das Gehirn zu leiden. Menschen mit zu hohem Blutdruck können sich in der Regel schlechter konzentrieren und haben eher Probleme mit dem Gedächtnis als Personen mit normalen Werten. Zudem ist das Risiko für einen Schlaganfall deutlich erhöht.

Leptin - das „Appetithormon“

In Studien aus den USA und Großbritannien wurde belegt, dass sich das „Appetithormon“ Leptin, welches bei Übergewichtigen häufig in sehr großen Mengen vorliegt, negativ auf das Lern- und Erinnerungsvermögen auswirkt. Nach Ansicht der Wissenschaftler beeinflusst es den Stoffwechsel, möglicherweise auch die Aktivität der Gehirnzellen. Ist Leptin in hohen Konzentrationen vorhanden, können erhebliche Gedächtnisprobleme auftreten. Daher sind Übergewichtige, zu denen auch viele Diabetiker zählen, besonders anfällig für derartige Schwierigkeiten. 

Übergewicht begünstigt Alzheimer

Anders als Vergesslichkeit und vorübergehende Konzentrationsstörungen ist Alzheimer eine ernsthafte Demenzerkrankung, welche massiv in das Leben des Betroffenen eingreift. Somit sind beide Symptomatiken kaum miteinander vergleichbar. Jedoch wurde auch bei Alzheimer ein Zusammenhang mit dem Gewicht festgestellt.
Wissenschaftler wiesen nach, dass das Risiko, an dieser Demenzform zu erkranken, mit dem Übergewicht zunimmt. Die Ursache hierfür ist allerdings noch unklar. Vermutet wird, dass Erkrankungen, welche mit zu hohem Gewicht in Zusammenhang stehen, als Auslöser in Frage kommen. Derzeit liegen statistisch relevante Ergebnisse nur mit weiblichen Probanden vor, während für Männer der Beweis noch aussteht.

Ausgewogen ernähren und körperlich fit halten

Natürlich ist Übergewicht nur ein Faktor von vielen, die das Denkvermögen negativ beeinflussen. Somit gibt es auch kein Patentrezept, um Gedächtnisstörungen zu entgehen. Jedoch kann mit durch einer gesunden Lebensweise viel getan werden. Denn auch eine ausgewogene Ernährung und körperliche Fitness tragen maßgeblich zu einer einwandfreien Gehirnleistung bei.
Da viele Typ-2-Diabetiker zu Übergewicht neigen, sind sie besonders anfällig für Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Nicht nur deshalb ist es empfehlenswert, überschüssige Pfunde auf lange Sicht zu reduzieren. Je höher die körperliche Fitness, desto leistungsfähiger ist auch das Gehirn!

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