Erstellt am: 02.08.2006
Letzte Änderung am: 02.08.2006
Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer, auch Statine genannt, sind lipidsenkende Medikamente. Sie blockieren die Bildung von Cholesterin, indem sie ein dafür notwendiges Enzym hemmen. Eine Therapie mit Statinen soll den Blutfett-Haushalt unter anderem von Typ-2-Diabetikern, die an einer Fettstoffwechselstörung leiden, wieder normalisieren.
Die medikamentöse Therapie mit Statinen wird ab einem LDL-Wert über 130 mg/dl und einem HDL-Wert unter 40 mg/dl empfohlen und häufig in Verbindung mit anderen Herz-Kreislauf-Medikamenten verwendet. Frauen rät man während der Schwangerschaft von Statinen ab, da Cholesterin ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung des Ungeborenen ist.
Nebenwirkungen können in seltenen Fällen strukturelle und funktionelle Veränderungen der Skelettmuskulatur sein. Die schlimmste Form davon ist eine so genannte Rhabdomyolyse. Dabei handelt es sich um eine Auflösung von Muskelfasern. Davon betroffen sind Herz- und Skelettmuskulatur sowie das Zwerchfell. Häufigere Nebenwirkungen sind Muskelschmerzen (Myalgien) und -krämpfe mit Anzeige eines Muskelschadens, Magen-Darm-Störungen, Grippe ähnliche Beschwerden und Infektionen.
Neben dem am weitesten verbreiteten Atorvastatin wird unter anderem Fluvastatin angeboten. Zwar hat es die schwächste Wirkung, aber es ist auch das verträglichste Statin. Cerivastatin (z.B Lipobay) wurde 2001 wegen der starken Nebenwirkungen (u.a gehäufte Todesfälle) vom Markt genommen.
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