Erstellt am: 12.05.2006
Letzte Änderung am: 12.05.2006
Pioglitazon gehört zu den so genannten "Insulinsensitzern". Darunter versteht man Medikamente, die die Insulinrezeption verbessern. Sie haben keinen Einfluss auf die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse sondern vermehren die Insulinrezeptoren in den Muskel- und Fettgeweben und verbessern deren Empfindlichkeit.
Es ist als Medikament ausschließlich für Typ-2-Diabetiker geeignet, da es nur dann wirken kann, wenn Insulin im Körper vorhanden ist. Rund 4.500 Patienten haben bisher an Studien teilgenommen, bei denen das Medikament parallel zu einem Placebo verabreicht wurde. Dabei stellte sich heraus, dass Pioglitazon den HbA1c-Wert und den Nüchternblutzucker-Wert signifikant senken können, wenn täglich zwischen 15 und 45 mg oral verabreicht werden.
Im Gegensatz zur Monotherapie steigert Pioglitazon das Hypoglykämierisiko in einer Therapie in Verbindung mit Sulfonylharnstoff.
Darüber hinaus hat man eine positive Wirkung auf den HDL-Cholesterin Wert festgestellt.
Weiterführende Informationen:
Autor: Chris Kern
Quelle:
www.infomed.org
www.aerztezeitung.de