Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zur Zweitnavigation springen Zur Suche springen zusätzliche Informationen
Zweitnavigation
zurück zur Rubrik
Blutzuckermessen »
Inhalt
Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Kurz erklärt: Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Oraler Glukosetoleranztest Bei Verdacht auf eine gestörte Glukosetoleranz, einen Typ-2-Diabetes oder einen Gestationsdiabetes wird der orale Glukosetoleranztest zur Diagnostik eingesetzt. Dabei wird dem Patienten eine konzentrierte Glukosemischung als Getränk verabreicht. Normalerweise führt regt dies die Insulinausschüttung an und führt somit zum stufenweisen Abfall der Blutzuckerkonzentration. Bei gestörter Insulinproduktion ist der Langzeitwert (120 Min.) erhöht.

Die gesetzlich geregelte Früherkennungsuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr erfasst nur den Nüchternblutzucker und untersucht den Urin, der allerdings erst Zucker bei Werten oberhalb von 180 mg/dl aufweist. Bei einer gestörten Glukosetoleranz liegen die Werte niedriger. Ein oraler Glukosetoleranztest, welcher auch niedrigere Blutzuckerwerte erfassen würde, ist also zu einer präzisen Diagnostik unerlässlich.

Der Patient, der sich einem oGTT unterzieht, muss nüchtern sein und an den Vortagen ausreichend Kohlenhydrate zu sich genommen haben. Vor der Gabe der Glukosemischung (75 g in 300 ml Wasser) wird Blut entnommen, um den Ausgangswert festzustellen. Dann wird wiederum nach 120 Minuten Blut zur Gegenprobe entnommen. "Normale" Werte befinden sich bei der Nüchternprobe im Bereich von unter 110 mg/dl und nach zwei Stunden unter 140 mg/dl. Bei einer gestörten Glukosetoleranz wären es 110 - 125 mg/dl und 140 - 199 mg/dl. Von einem Diabetes mellitus spricht der Mediziner dann, wenn die Werte nüchtern über 125 mg/dl und bei der Gegenprobe über 199 mg/dl liegen.

Eine gestörte Glukosetoleranz kann eine Vorstufe zur Entwicklung eines Typ-2-Diabetes sein. Allerdings erkranken nur ca. 30 % der Patienten innerhalb von fünf Jahren an einem Diabetes mellitus. Da eine gestörte Glukosetoleranz jedoch ein Risikofaktor für eine koronare Herzerkrankung ist, sollte versucht werden, diese durch Ernährungsumstellung und Sport zu verbessern.

Hinweis: Der Test kann unpräzise ausfallen, wenn der Patient wegen anderer Erkrankungen bestimmte Medikamente einnimmt. Bei speziellen Verdauungsstörungen (z.B. Malabsorption) kann der Test trotz vorliegender gestörter Glukosetoleranz unauffällige Werte liefern. Andererseits kann es vorkommen, dass die Werte zwar schlecht, die Insulinproduktion des Patienten dennoch tadellos funktioniert, z.B. bei signifikant vermindertem Kaliumgehalt des Blutes.

Weiterführende Informationen:

Zur Special-Übersicht

Zur Lexikon-Übersicht

English VersionEnglish Version
English Version
Zoom: 100% 150% 200%
invertieren: abc abc
Zur Navigation springenZum Inhalt springenZur Zweitnavigation springenZur Suche springenzusätzliche Informationen