Erstellt am: 26.01.2006
Letzte Änderung am: 26.01.2006
Neuropathie ist eine der gravierendsten Folgeerkrankungen von Diabetes. Es handelt sich um eine Schädigung des Nervensystems, von der hauptsächlich Diabetiker betroffen sind, die schon länger mit ihrer Krankheit leben. Obwohl angenommen wird, dass ein schlecht eingestellter Diabetes, bzw. langfristig überhöhte Blutzuckerwerte für die Nervenschädigung verantwortlich sind, ist die genaue Ursache unbekannt.
Bei einer Neuropathie werden Umweltreize nicht mehr richtig an das Gehirn weitergeleitet. Man unterscheidet zwei verschiedene Typen:
Am häufigsten ist die periphere Neuropathie. Sie betrifft meistens Beine und Füße, im weiteren Verlauf manchmal auch Arme und Hände. Der Patient verliert das Schmerzempfinden, kann z.B. Verletzungen nicht oder erst zu spät wahrnehmen und die Muskelkraft in den Armen und Beinen kann schwinden.
Die autonome Neuropathie hingegen betrifft einzelne Organe des Körpers und kann, je nach dem, welche Organe betroffen sind, schwerwiegende Folgen haben. So können z.B. die Symptome einer Hypoglykämie ausbleiben, wenn das Hormonsystem betroffen ist oder der Patient kann einen schmerzlosen Herzinfarkt erleiden, wenn die Nerven betroffen sind, die für die Herzfunktionen zuständig sind.
Treten mehrere Neuropathien auf, spricht man von einer Polyneuropathie.
Weiterführende Informationen:
Autor: Christian Kern
Quelle:
www.netdoktor.de
www.diabetes.org