Erstellt am: 02.05.2006
Letzte Änderung am: 02.05.2006
Necrobiosis lipoidica ist eine für Diabetes typische Hauterkrankung, von welcher vor allem Frauen und jüngere Erwachsene betroffen sind. Unter Nicht-Diabetikern ist sie weitaus weniger verbreitet. Das Beschwerdebild entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg und tritt oft lange vor einem diagnostizierten Diabetes auf. Dabei bilden sich vorwiegend im Schienbein- und Unterschenkelbereich zunächst linsengroße rote Papeln. Mit der Zeit entwickeln sich hieraus bräunlich rote, später gelbliche, handtellergroße Flecken, welche an Größe zunehmen, jedoch nicht schmerzen.
Die Oberhaut wird an den betroffenen Stellen dünner und somit verletzlicher; bei ca. einem Drittel aller Betroffenen bilden sich schlecht abheilende Wunden. Die Erkrankungsursache ist bisher ungeklärt. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
Bisher kann die Necrobiosis lipoidica nicht geheilt werden, sie kann sich jedoch spontan wieder zurückbilden. Eine Verbesserung des Beschwerdebildes kann durch straffes Wickeln der betroffenen Beinpartie (Kompressionsbehandlung) erzielt werden. Eine gründliche Hautpflege ist das A & O, um die Hautveränderungen zu behandeln. Hierbei werden häufig kortisonhaltige Cremes eingesetzt. Die Necrobiosis lipiodica ist nicht gefährlich, jedoch hinterlässt sie oft störende, pigmentierte Narben.
Weiterführende Informationen:
Autor: Wiebke Raue
Quelle:
www.diabetesgesellschaft.ch
Pschyrembel Wörterbuch Diabetologie