Erstellt am: 23.08.2006
Letzte Änderung am: 23.08.2006
Ein metabolisches Syndrom kann oft unbemerkt über Jahre hinweg bestehen. Es stellt einen entscheidenden Risikofaktor für Gefäßschäden, Herzerkrankungen, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes dar. Die Hauptgründe für die Entstehung liegen in ungesunder Ernährung, damit verbundenem Übergewicht und mangelnder Bewegung. Daher spricht man gelegentlich auch vom Wohlstandssyndrom.
Das metabolische Syndrom (metabolisch = den Stoffwechsel betreffend) ist keine eigenständige Erkrankung, sondern setzt sich aus mindestens drei von vier einzelnen Faktoren zusammen. Hierzu gehören erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, ein erhöhter Blutzucker sowie Adipositas. Daher wird das Beschwerdebild auch als tödliches Quartett bezeichnet. Unter Medizinern ist es auch als "Syndrom X" bekannt.
Eine einheitliche Begriffsdefinition gibt es derzeit nicht. Unbehandelt kann das Syndrom auch zu Typ-2-Diabetes führen, nämlich dann, wenn die Bauchspeicheldrüse es nicht mehr schafft, die verminderte Insulinwirkung zu kompensieren.
Behandelt wird dieses in erster Linie durch Reduzierung von Übergewicht und dadurch der Insulinresistenz. Damit es gar nicht soweit kommt, sollten sich vor allem Übergewichtige regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind sowohl als Vorbeugung als auch in der Therapie unerlässlich.
Weiterführende Informationen:
Autor: Wiebke Raue
Quelle:
www.diabetespro.de
www.medizin.de