Erstellt am: 09.02.2006
Letzte Änderung am: 09.02.2006
Bei Diabetes insipidus liegt ein Mangel des antidiuretischen Hormons (ADH) vor, wodurch eine Wasserstoffwechselstörung des Körpers eintritt. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Flüssigkeitshaushalts des Organismus.
Das ADH beeinflusst die Dicke des Blutes. Hat jemand z. B. längere Zeit wenig Flüssigkeit zu sich genommen, so erhöht sich die Konzentration der Blutkörperchen. Anders ausgedrückt: Das Blut wird dicker.
Das Hauptsymptom bei Diabetes insipidus ist eine übermäßige Harnausscheidung (Polyurie) von bis zu 20 Liter am Tag. Der gesteigerte Wasserverlust führt zu einem anhaltenden Durstgefühl. Wird der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, kann es zu weiteren Auswirkungen wie Verstopfung, trockene Haut und Schleimhäute sowie Schlafstörungen kommen.
Man kann die Erkrankung durch den so genannten verkürzten Durstversuch ausschließen: Die Betroffenen dürfen nach Mitternacht nichts mehr trinken. Am nächsten Morgen sollte die Blase entleert werden. Anschließend darf man zwar etwas essen, jedoch keine Flüssigkeit zu sich nehmen. Beim nächsten Wasserlassen wird der Urin aufgefangen und untersucht. Wird dabei ein Anstieg des spezifischen Uringewichtes auf 1020 g/l festgestellt, so ist die ADH-Reserve des Patienten ausreichend und ein Diabetes insipidus nicht vorhanden.
Weiterführende Informationen:
Autor: Kai Göretz
Quelle:
www.medizinfo.de
www.infomed.org
Pschyrembel Wörterbuch Diabetologie