Erstellt am: 09.06.2006
Letzte Änderung am: 09.06.2006
Unter dem Dawn-Phänomen versteht man einen frühmorgendlichen Blutzuckeranstieg. Den Namen verdankt diese Nebenerscheinung des Diabetes dem englischen Wort "dawn" (Morgendämmerung). Der Blutzuckeranstieg ist auf Hormone zurück zu führen, die der Körper zu dieser Zeit (zwischen 4 und 7 Uhr) vermehrt ausschüttet.
Aufgrund dessen wird in der Leber mehr Zucker frei gesetzt und die Empfindlichkeit des Organismus gegenüber Insulin sinkt. Das Resultat ist ein hoher Nüchternblutzucker. Um dem Auftreten dieses Anstieges entgegen zu wirken, wird vor dem Schlafen gehen lang wirkendes Insulin gespritzt. Empfehlenswert ist eine Injizierung in Po oder Oberschenkel. Dort ist das Gewebe weniger stark durchblutet, so dass das Insulin langsamer aufgenommen und verbraucht wird. Tritt das Dawn-Phänomen jedoch weiterhin auf, kann die Umstellung auf eine Insulin-Pumpen-Therapie erforderlich sein.
Weiterführende Informationen:
Autor: Kai Göretz
Quelle:
www.netdoktor.de
www.ernaehrung.de
Pschyrembel Wörterbuch Diabetologie