Erstellt am: 03.04.2006
Letzte Änderung am: 03.04.2006
Das C-Peptid ist ein Nebenprodukt, das entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse Insulin produziert. Es wird in der gleichen Menge hergestellt wie das lebenswichtige Hormon, hat aber, abgesehen von einer fast 10-fachen Halbwertzeit (Halbwertzeit = Zeit, die ein Stoff braucht, um bis zur Hälfte abgebaut zu werden), keine bisher eindeutig belegte Funktion im menschlichen Stoffwechsel.
Die im Vergleich mit Insulin erheblich längere Halbwertzeit ist allerdings eine Eigenschaft, die das C-Peptid zu einem wichtigen Element im Stoffwechsel eines Diabetikers macht. Da es in der gleichen Menge vorhanden ist wie Insulin, kann damit das C-Peptid benutzt werden, um den Insulingehalt im Blutz zu bestimmen. Diese Möglichkeit wird vor allem zu Beginn einer Insulintherapie genutzt. Der Patient muss dazu nüchtern zur Blutprobe kommen, d.h. 12 Stunden vor der Untersuchung darf nichts mehr gegessen und nur Wasser getrunken werden.
Bei Betroffenen eines Typ-1-Diabetes ist der Wert erniedrigt, während er bei Typ-2-Diabetes oder einem Insulinom (Pankreastumor) oft erhöht ist.
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Autor: Chris Kern