Erstellt am: 28.06.2006
Letzte Änderung am: 28.06.2006
Zuerst lassen Konzentrationsfähigkeit und Denkvermögen nach. Hinzu kommen Müdigkeit und Beeinträchtigung der Sprachfähigkeit. Bei diesen Symptomen deutet alles auf eine Demenz hin. Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus führen zu einer Verschlechterung einer bereits bestehenden Demenz oder können diese durch Schädigungen an den Hirngefäßen mit hervorrufen.Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2040 prognostiziert, dass 22 Millionen Menschen in Deutschland (von geschätzten 65 Millionen Einwohnern) die Altersgrenze von 60 Jahren erreicht haben werden. Da mit zunehmendem Alter die Zahl der Demenz-Erkrankten steigt, ist es von hoher Wichtigkeit, schon in jungen Jahren vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Derzeit leiden nach Schätzungen von Patientenverbänden weit mehr als eine Million Bundesbürger unter altersbedingten Leistungsstörungen des Gehirns.
Was ist Demenz?
Unter Demenz versteht man den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Vor allem Denkvermögen und Gedächtnisleistung nehmen ab. Neue Eindrücke und Erfahrungen werden weniger gut aufgenommen beziehungsweise wieder gegeben, so dass Urteils- und Orientierungsfähigkeit merklich darunter leiden. Das Sprachzentrum und die Rechenkompetenz werden ebenfalls gestört. Aggressivität, Depression sowie Stimmungsschwankungen sind weitere Merkmale einer fortschreitenden Demenz, die Pfleger und Angehörige der Betroffenen mitunter vor große Herausforderungen stellen.
Vor allem Durchblutungsstörungen können Veränderungen im Gehirn hervorrufen, die wiederum das Entstehen einer Demenz verursachen. Stoffwechselstörungen wie beispielsweise Erkrankungen an der Schilddrüse oder Vitamin-B-12-Mangel, Rauchen sowie übermäßiger Alkoholkonsum können ebenfalls zum Ausbruch der Erkrankung führen.
Mehr Bewegung für das Gehirn
Einen hundertprozentigen Schutz vor den Verschleißerscheinungen des menschlichen Gehirnes gibt es nicht. Oftmals reicht jedoch schon der Verzicht auf die erwähnten Laster aus, um krankhaften Veränderungen an den Blutgefäßen wirksam vorzubeugen.
Dennoch - für die Mehrzahl derjenigen, die bereits an Demenz erkrankt sind, ist bislang keine Heilung möglich. Medikamente tragen dazu bei, die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen oder vorübergehend zum Stillstand zu bringen. Viel Flüssigkeit sowie eine ausgewogene, fischöl- und vitaminreiche Ernährung sind ebenfalls von hoher Wichtigkeit. Durch einen gut strukturierten Tagesablauf, Kalender und Uhren wird dem Patienten die Orientierung durch den Alltag erleichtert. Das Ziel sollte sein, dass Demenz-Erkrankte diesen so lange wie möglich selber bewältigen können.
Für Nicht-Betroffene ist es immens wichtig, seine geistigen Fähigkeiten durch regelmäßiges Gehirnjogging zu trainieren. Konzentrations- und Gedächtnisübungen wie Kreuzworträtsel oder das Auswendiglernen von Telefonnummern führen zu einer Steigerung der Hirnleistung. Auch tragen soziale Aktivitäten dazu bei, im Alter über hohe geistige Leistungsreserven zu verfügen - sei es der regelmäßige Austausch mit Familienmitgliedern und Freunden, das Erlernen von Fremdsprachen, Reisen oder der Besuch kultureller Veranstaltungen.
Autor: Kai Göretz
Quelle:
www.vitanet.de
www.netdoktor.de