Erstellt am: 07.09.2005
Letzte Änderung am: 07.09.2005
Bei der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) handelt es sich um ein Organ, dass sowohl exokrin als auch endokrin tätig ist. Exokrin bedeutet, dass die Drüse Substanzen in einen Körperhohlraum abgibt - das Pankreas produziert z.B. die Verdauungssäfte Amylase und Lipase und gibt diese in den Darm ab. Die endokrine Produktion bedeutet die Abgabe eines Hormons an das Blut, wobei vor allem das Insulin große Bedeutung hat. Letzteres entsteht in dem "Langerhans-Inseln" genannten Teil der Bauchspeicheldrüse.Das Pankreas ist 10-15 cm lang und wiegt zwischen 50 und 120 g. Es liegt in der Höhe des zweiten Lendenwirbels hinter dem Bauchfell im Oberbauch. Die Verortung hängt mit der Funktion der Drüse zusammen und gewährleistet den Austausch mit Zwölffingerdarm, den Gallenwegen sowie den großen versorgenden Blutgefäßen im Mittelbauch.
Die exokrinen Zellen der Drüse (Azinus- und Gangzellen) produzieren Verdauungsenzyme und geben täglich zwischen 1,5 und 3 Litern Sekret in den Darm ab. Die endokrinen Zellen bilden die Langerhans-Inseln (insgesamt nur ca. 2 % des Organvolumens) und produzieren hauptsächlich die für die Stoffwechsel-Verarbeitung von Glukose verantwortlichen Hormone Insulin und Glucagon.
Veränderung bei Diabetes
Sowohl beim Typ-1-Diabetes als auch bei der Typ-2-Ausprägung nimmt die Anzahl der insulinproduzierenden Zellen in den Langerhans-Inseln ab. Beim Typ-2 geschieht dies bis zu einer Minderung von 50 % gegenüber einer gesunden Pankreasfunktion. Bei Typ-1-Diabetikern ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, mehr als 20 % der üblichen Funktion auszuüben.
Weiterführende Informationen:
Autor: Redaktion
Quelle:
http://www.pankreasinfo.com/de/uebersicht.html
http://www.diabetes.uni-duesseldorf.de
Pschyrembel Wörterbuch Diabetologie