Erstellt am: 10.09.2005
Letzte Änderung am: 10.09.2005
Das diabetische Koma ist eine schwerwiegende Komplikation, die bei einem Diabetiker auftreten kann. Grund dafür sind zu hohe Blutzuckerwerte aufgrund von Insulinmangel, Insulinresistenz, Infekten, Entzündungen oder anderen Begleiterkrankungen.
Während bei Typ-1-Diabetes das ketoazidotische Koma, das mit einer Übersäuerung des Blutes einhergeht und Werte bis zu 55,5 mmol/l bzw. 1000 mg/dl aufweist, häufiger auftritt, ist für Typ-2 das hyperosmolare Koma typisch, dass sich durch einen hohen Flüssigkeitsverlust und Werte von über 55,5 mmol/l bzw. 1000 mg/dl auszeichnet. Eine weitere, eher seltenere Form ist die Laktatazidose, eine Übersäuerung des Blutes durch Milchsäure.
Diese Bewusstlosigkeit war vor Beginn der Insulintherapie 1922 Haupttodesursache von Diabetikern. Auch heute noch kann sie zum Tod führen und hat derzeit eine Sterblichkeitsrate von 10 %.
Treten folgende Symptome auf, muss sofort eine Behandlung zur Senkung der Blutzuckerwerte eingeleitet werden: Durstgefühl, häufiges Wasserlassen (auch in der Nacht), Schwächegefühl, Sehstörungen, Muskelkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, langsame und tiefe Atmung, Benommenheit, Verwirrung, Krampfanfälle, Koma.
Weiterführende Informationen:
Autor: Ramona Völkl
Quelle:
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch
www.diabetes-world.net