Erstellt am: 18.10.2005
Letzte Änderung am: 18.10.2005
In der Medizin versteht man unter dem Begriff "Compliance" im Allgemeinen die Bereitschaft des Patienten, ärztliche Anweisungen zu befolgen. Es ist eine der zentralen Aufgaben jedes Arztes, beim Patienten eine hohe Compliance zu erzielen; denn ohne ein kooperatives Verhalten des Betroffenen kann in der Therapie nur wenig erreicht werden.
In Bezug auf Diabetes hat zum Beispiel ein Patient dann eine mangelnde Compliance, wenn er sich nicht an die Verordnung einer Diät hält oder wenn er seine Medikamente nur unregelmäßig einnimmt. Ohne die Mithilfe des Patienten wird die Behandlungsmethode des Arztes nicht richtig greifen können.
Wer hingegen an die Wirksamkeit einer Therapie glaubt und nach den Vorgaben des Arztes lebt, hat eine hohe Compliance - und somit auch größere Chancen auf eine gesundheitliche Besserung. So könnte der Diabetiker, der die verordnete Diät auch konsequent einhält, unter Umständen die Gabe von Medikamenten und später Insulin verhindern.
Die mangelnde Bereitschaft zur Kooperation mit dem Arzt ist ein altbekanntes, zentrales Problem vieler Therapien. Aber auch der Mediziner selbst sollte eine hohe Compliance haben, d.h. er muss bereit sein, auf die Wünsche und Voraussetzungen des Patienten so weit einzugehen, dass er seine Strategien an den Betroffenen anpasst.
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Autor: Wiebke Raue