Erstellt am: 13.10.2005
Letzte Änderung am: 13.10.2005
Das Wort "Brittle" kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "zerbrechlich", "instabil". Personen mit Brittle-Diabetes sind Typ-1-Diabetiker, bei denen unerklärlich starke Blutzuckerschwankungen auftreten. Die Betroffenen leiden immer wieder unter sehr hohen oder niedrigen - also instabilen - Blutzuckerwerten.
Es werden drei verschiedene Typen des Brittle-Diabetes unterschieden: Beim ersten Typus treten immer wieder Unterzuckerungen auf, während der zweite Typ von starken Überzuckerungen geprägt ist. Typ 3 stellt die Mischform dar, bei welcher sowohl Hypo- als auch Hyperglykämien auftreten.
Hinter starken Blutzuckerschwankungen vieler Diabetiker verbergen sich häufig Fehler in der Einstellung, z.B. durch eine Überdosierung des Insulins. In diesem Fall liegt jedoch kein Brittle-Diabetes vor: Charakteristisch für diese seltene Diabetes-Form ist nämlich, dass die Schwankungen der Blutzuckerwerte durch äußere Umstände nicht zu erklären sind.
Für die Entstehung der ungewöhnlich hohen bzw. niedrigen Werte kommen mehrere Ursachen in Betracht: Beim Dawn-Phänomen z.B. führt eine vermehrte nächtliche Hormonausschüttung zu einem überdurchschnittlichen Anstieg des Blutzuckers am Morgen. Eine weitere mögliche Ursache ist das so genannte "Somogyi-Phänomen": Durch eine Gegenregulation des Körpers werden Unterzuckerungen zu stark ausgeglichen, so dass es zu extremen Hyperglykämien kommt.
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Autor: Wiebke Raue